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Politik12. August 2026, 15:03 Uhr · von Redaktion

Wirbel um Trumps Lockvogel-Flug

Nach dem NATO-Gipfel in Ankara soll Donald Trump heimlich das Flugzeug gewechselt haben. In der Air Force One blieben laut Berichten Mitarbeiter, Medienleute und womöglich weitere Spitzenvertreter als uninformierte „Lockvögel“ zurück.

Wirbel um Trumps Lockvogel-Flug

Der verdeckte Flugzeugwechsel von Donald Trump nach dem NATO-Gipfel in Ankara sorgt weiter für heftige Diskussionen. Der US-Präsident bestätigte am Dienstag, dass er die Air Force One auf Anweisung seiner Sicherheitsleute heimlich verlassen habe. Laut Berichten wurde er dabei über einen seitlich platzierten Catering-Container unbemerkt aus dem Regierungsflugzeug gebracht und anschließend zu einer kleineren US-Militärmaschine gefahren.

Kritik an den zurückgelassenen Passagieren

Brisant ist vor allem, wer an Bord blieb: Trumps Mitarbeiterstab, mitreisende Journalistinnen und Journalisten und möglicherweise sogar weitere hochrangige Regierungsmitglieder. CNN-Kommentator David Axelrod sprach in diesem Zusammenhang von „Lockvögeln“. Als Auslöser gilt eine mutmaßliche Bedrohungslage aus dem Iran. Wie ernst diese gewesen sein muss, zeigt aus Sicht von Kritikern vor allem die Tatsache, dass zahlreiche Menschen offenbar ohne Information über das Risiko im Flugzeug blieben.

Trump selbst sagte, er gehe davon aus, dass es eine Bedrohung gegeben habe. Konkrete Details nannte er jedoch nicht. Zugleich vertrat er die Ansicht, dass er beim Wechsel in das andere Flugzeug einem größeren Risiko ausgesetzt gewesen sei als jene Personen, die in der Air Force One zurückblieben.

Auch die US-Politik reagiert

Inzwischen beschäftigt der Fall auch die Innenpolitik in den USA. Laut dem „Guardian“ verlangen die oppositionellen Demokraten Aufklärung durch den Kongress. Offen ist zudem, ob neben Mitarbeitern und Medienvertretern noch weitere prominente Passagiere an Bord waren. Die „New York Times“ nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Marco Rubio, Scott Bessent, Stephen Miller und Steven Cheung.

  • Trump stieg in Ankara vor Kameras in die Regierungsmaschine ein.
  • Danach soll er das Flugzeug unbemerkt über einen Catering-Container verlassen haben.
  • Der weitere Flug führte laut Berichten mit einer kleineren Militärmaschine nach Großbritannien.

Besonders umstritten bleibt damit die Kernfrage: Wer wusste von der möglichen Gefahrenlage – und wer saß ohne Vorwarnung im mutmaßlichen Ablenkungsflugzeug? Genau diese Punkte dürften die Debatte in den kommenden Tagen weiter anheizen.