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Politik4. Oktober 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Trumps neuer KI-Chef steht fest

US-Präsident Donald Trump hat Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum neuen KI-Sonderbeauftragten ernannt. Der 60-jährige Jurist soll die neue „Super Intelligence Force“ leiten und die KI-Strategie der US-Regierung bündeln.

Donald Trump baut seine KI-Strategie weiter aus: Der US-Präsident hat den nationalen Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum Sonderbeauftragten für künstliche Intelligenz gemacht. In der oft als „KI-Zar“ bezeichneten Funktion soll Clayton die neu geschaffene Super Intelligence Force führen und die Aktivitäten der US-Regierung rund um KI zusammenführen.

Der Schritt kommt rund ein halbes Jahr nach dem Abgang von David Sacks, der bis Ende März diese Rolle innehatte. Auffällig ist dabei: Clayton ist bisher nicht vor allem als KI-Fachmann bekannt geworden. Der 60-jährige Jurist leitet erst seit August die US-Geheimdienste und koordiniert dort die Arbeit von insgesamt 18 Behörden, darunter CIA und FBI.

KI als Sicherheitsfrage

Trump verbindet mit der Personalie ein klares politisches Signal. Nach seinen Angaben soll die technologische Entwicklung so gesteuert werden, dass die Interessen der Bevölkerung gewahrt bleiben und sich der Alltag der Menschen verbessert. Clayton hatte erst vor wenigen Tagen in einem CNBC-Interview betont, dass „Superintelligenz“ aus seiner Sicht vor allem ein Thema der nationalen Sicherheit sei.

Eine bremsende Linie bei der Entwicklung lehnt er ebenso ab wie Trump. Beide stellen sich damit gegen Forderungen aus der Tech-Branche nach einem langsameren Vorgehen. Der Präsident hatte staatliche Regulierung zuletzt ausdrücklich zurückgewiesen und das mit dem Vorsprung Chinas im Technologiewettbewerb begründet.

Druck aus Politik und Bevölkerung

Die Ernennung folgt auf einen KI-Gipfel mit Chefs führender Tech-Konzerne. Sechs von ihnen sagten dabei eine freiwillige Selbstkontrolle besonders leistungsfähiger Modelle zu. Gleichzeitig wächst in den USA die Skepsis gegenüber der Technologie.

  • Viele Menschen sehen KI laut Umfragen kritisch.
  • Warnungen vor möglichen existenziellen Risiken werden lauter.
  • Auch neue, energieintensive Rechenzentren stoßen parteiübergreifend auf Widerstand.

Vor seinem Wechsel an die Spitze der Geheimdienste war Clayton Bundesanwalt im südlichen Bezirk von New York. Davor leitete er in Trumps erster Amtszeit bereits die US-Börsenaufsicht SEC.

Quelle: ORF