USA denken über Schläge nach
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth stellt gemeinsame Militärschläge gegen bewaffnete Gruppen in Kolumbien in Aussicht. Die neue konservative Regierung in Bogotá hat sich der von den USA geführten Anti-Drogen-Koalition angeschlossen.

Die USA bringen offenbar gemeinsame Militärschläge in Kolumbien ins Spiel. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte bei einer Konferenz der von Washington geführten Koalition gegen Drogenkartelle in Panama, Kolumbien habe militärische Einsätze gegen bewaffnete Gruppen grundsätzlich gebilligt. Im Fokus stehen laut Hegseth Organisationen, die von den USA als Terrorgruppen eingestuft werden.
Neue Linie aus Bogotá
Rückenwind bekommt dieser Kurs von der neuen konservativen Führung in Kolumbien. Die Regierung von Präsident Abelardo De La Espriella ist der US-geführten Allianz gegen Drogenkartelle beigetreten. Damit rückt eine engere militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in den Vordergrund.
Als mögliches Ziel nannte Hegseth unter anderem die ELN, also die Nationale Befreiungsarmee. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass Washington bewaffnete Gruppen in Kolumbien nicht nur als Sicherheitsproblem, sondern ausdrücklich als Teil eines Terrornetzwerks betrachtet.
Monroe-Doktrin als Signal
Politisch setzte Hegseth in Panama noch ein weiteres Zeichen: Er verwies auf eine Neuauflage der Monroe-Doktrin aus dem 19. Jahrhundert und nannte sie in Anlehnung an US-Präsident Donald Trump „Donroe-Doktrin“. Gleichzeitig attackierte er den Internationalen Strafgerichtshof und forderte die Verbündeten auf, die Organisation zu verlassen.
- Ort der Aussagen: Konferenz in Panama
- Thema: Militärische Zusammenarbeit gegen Drogenkartelle und bewaffnete Gruppen
- Genannte Zielgruppe: von den USA als Terrororganisationen eingestufte Gruppen wie die ELN
Ob es tatsächlich zu Militärschlägen kommt, ist damit noch nicht entschieden. Klar ist aber: Die Töne aus Washington werden schärfer, und mit der neuen Regierung in Kolumbien gibt es nun einen Partner, der diesen Kurs mitträgt.