Trump stoppt Iran-Schläge
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen den Iran vorerst gestoppt. Er verweist auf diplomatische Fortschritte, doch aus Teheran und der Region gab es zunächst keine Bestätigung.

Donald Trump hat eine bereits angekündigte neue Angriffswelle gegen den Iran nach eigenen Angaben vorerst gestoppt. Der US-Präsident erklärte in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social, es gebe die „Umrisse einer Einigung” - vorausgesetzt, ein Abschluss komme nun schnell zustande. Das US-Militär sei zwar einsatzbereit, auf einen Großangriff werde aber zunächst verzichtet.
Trump verbindet den vorläufigen Stopp mit klaren Bedingungen. Nach seinen Angaben soll dazu gehören, dass die Straße von Hormus vollständig für die Schifffahrt geöffnet wird und die aus Sicht Washingtons bestehende atomare Bedrohung durch den Iran endet. Auch Israel werde sich demnach vorerst daran halten, keine neuen Angriffe zu fliegen. Konkrete Details zu dem behaupteten diplomatischen Fortschritt nannte Trump allerdings nicht.
Keine Bestätigung aus der Region
Aus dem Iran und von anderen beteiligten Staaten gab es in der Nacht zunächst keine unmittelbare Reaktion. Das ist heikel, weil Trump schon mehrfach einen Durchbruch angekündigt hatte, der später entweder bestritten wurde oder nicht tragfähig war. So sollte auch ein im Juni vereinbartes Rahmenabkommen die Lage in der Meerenge entspannen - zu einer dauerhaften Öffnung kam es aber nicht.
- Die Straße von Hormus ist zentral für Öl- und Gasexporte aus dem Persischen Golf.
- Neue Angriffe hatten den Schiffsverkehr dort zuletzt wieder fast zum Stillstand gebracht.
- Die USA setzen den Iran zugleich mit einer erneuerten Seeblockade unter Druck.
Krieg zieht sich weiter hin
Der Konflikt dauert inzwischen bereits im sechsten Monat. Trump hatte Ende Februar die amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem mit dem iranischen Atomprogramm begründet und anfangs einen deutlich kürzeren Krieg in Aussicht gestellt. Erst am Freitag hatte er noch einen sehr harten Schlag gegen den Iran angekündigt, US-Medien berichteten übereinstimmend von einem bevorstehenden Großangriff.
Eine schnelle Lösung beim Streit um das Atomprogramm gilt dennoch als schwierig. Israel, die USA und weitere Staaten werfen Teheran vor, an Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran weist das zurück und pocht auf sein Recht, Atomkraft zivil zu nutzen. Damit bleibt offen, ob aus Trumps neuer Ankündigung diesmal tatsächlich mehr wird als nur ein kurzer diplomatischer Hoffnungsschimmer.
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