130 Millionen gegen Drohnen
Die EU-Kommission stellt weitere 130 Millionen Euro für den Schutz der Außengrenzen bereit. Das Geld soll den Mitgliedsstaaten helfen, unerlaubte oder feindliche Drohnen besser zu erkennen und abzuwehren.

Foto: Wikimedia Commons / Lukasz Kobus, CC BY 4.0
Die EU-Kommission legt beim Schutz der Außengrenzen nach: 130 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Drohnenabwehr in den Mitgliedsstaaten fließen. Das teilte die Behörde am Montag mit. Ziel ist es, die Länder bei der Überwachung ihrer Grenzen zu unterstützen und besser auf Risiken durch unerlaubte oder feindliche Drohnen zu reagieren.
Nach Angaben der Kommission soll das Geld vor allem dabei helfen, das Lagebild an den Außengrenzen zu verbessern und neue Sicherheitsbedrohungen schneller zu erkennen. Die Maßnahme ist Teil eines größeren Kurses, mit dem Brüssel auf veränderte Gefahrenlagen reagieren will.
Mehr Technik für die Außengrenzen
Mit der neuen Finanzspritze steigt die Summe für Überwachungs- und Drohnenabwehrtechnologie laut Kommission auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Die Investitionen sollen den EU-Staaten zusätzliche Möglichkeiten geben, ihre Außengrenzen technisch besser abzusichern.
- 130 Millionen Euro für den Ausbau der Drohnenabwehr
- Unterstützung für die Mitgliedsstaaten beim Grenzschutz
- Mehr als eine halbe Milliarde Euro insgesamt für entsprechende Technologie
Brunner warnt vor Missbrauch
Magnus Brunner, EU-Kommissar für Migration, verweist dabei auf die doppelte Rolle von Drohnen: Sie könnten etwa beim Schutz von Grenzen und kritischer Infrastruktur nützlich sein, zugleich aber auch von Kriminellen missbraucht werden. Aus seiner Sicht wächst diese Gefahr grenzüberschreitend.
Mit den zusätzlichen Mitteln, so Brunner, würden sowohl der Schutz der EU-Außengrenzen als auch die Sicherheit in Europa gestärkt. Die Kommission setzt damit ihren Kurs fort, technologische Antworten auf neue Bedrohungen auszubauen.
Quelle: ORF