Trump meldet Gaza-Deal
US-Präsident Donald Trump spricht von einer Einigung zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen. Laut US-Kreisen hat die Hamas grundsätzlich zugestimmt, aus Israel gibt es bisher jedoch keine offizielle Bestätigung.

Donald Trump sieht Bewegung in den festgefahrenen Verhandlungen über den Gazastreifen. Der US-Präsident erklärte, ein von ihm eingesetzter "Friedensrat" habe eine Vereinbarung zur Entwaffnung der Hamas und weiterer bewaffneter Gruppen erreicht. Nach Angaben aus US-Kreisen soll die Hamas dem grundsätzlich zugestimmt haben. Eine offizielle Reaktion aus Israel steht bislang aber aus.
Plan mit Rückzug und neuer Sicherheitsstruktur
Nach Trumps Darstellung soll die Umsetzung stufenweise erfolgen. Während die Entwaffnung voranschreitet, würden sich israelische Truppen aus dem Gazastreifen zurückziehen. Für die Sicherheit ist demnach eine internationale Stabilisierungstruppe vorgesehen, die gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei arbeiten soll. Ziel sei eine neue palästinensische Regierung für den Gazastreifen.
Offen ist derzeit allerdings, wie verbindlich diese Ankündigung tatsächlich ist. Unklar bleibt, ob es sich schon um ein endgültiges Abkommen oder zunächst eher um eine politische Grundsatzeinigung handelt. Trump bezeichnete den Schritt dennoch als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Beendigung des Kriegs.
Seltene Fortschritte in Kairo
Schon zuvor hatten Verhandlungskreise von ungewöhnlich positiven Entwicklungen bei Gesprächen in Kairo berichtet. Nach Reuters-Informationen gab es dort seltene Fortschritte zwischen Vermittlern und Hamas-Vertretern. Ein israelischer Regierungsvertreter hatte die vorgeschlagenen Bedingungen zuletzt allerdings noch als nicht zufriedenstellend beschrieben.
- Die Hamas soll dem finalen Text grundsätzlich zugestimmt haben.
- Darin enthalten sein soll auch die vollständige Entwaffnung.
- Weitere Details müssen laut beteiligten Quellen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.
- Für das Gesamtvorhaben wird ein Zeitraum von 200 bis 350 Tagen genannt.
Trump dankte außerdem den Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei. Ob aus der jetzt verkündeten Einigung tatsächlich ein belastbarer Fahrplan für Gaza wird, hängt nun vor allem davon ab, ob auch Israel den Plan mitträgt und wie schnell die einzelnen Phasen konkret festgelegt werden.