JETZT LIVE
Politik17. August 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Trump bremst Korea-Manöver

US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea deutlich zurückfahren. Trotzdem ist das Manöver „Ulchi Freedom Shield“ in Südkorea mit 18.000 Soldaten wie geplant gestartet.

Trump bremst Korea-Manöver

Donald Trump sorgt kurz vor Beginn eines wichtigen Militärmanövers für Unruhe unter Verbündeten: Der US-Präsident hat angekündigt, die gemeinsamen Übungen mit Südkorea deutlich zu verkleinern. Seine Begründung: Die Manöver seien teuer, zudem verwies er auf den Iran und auf das Signal, das solche Übungen gegenüber Nordkorea aussenden.

Trotz der Ansage aus Washington lief der Start in Seoul offenbar ohne Änderung an. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums hat das Manöver „Ulchi Freedom Shield“ planmäßig begonnen. Die Übung ist auf elf Tage angesetzt, beteiligt sind 18.000 südkoreanische Soldaten.

Fokus auf neue Bedrohungen

Nach Darstellung von Regierungsvertretern liegt der Schwerpunkt diesmal auf Szenarien, die mit den gewachsenen militärischen Fähigkeiten Nordkoreas zusammenhängen. Dazu gehören vor allem Angriffe und Störungen, die nicht nur klassisch auf dem Schlachtfeld stattfinden.

  • Abwehr von Drohnen
  • Reaktion auf Cyberangriffe
  • Umgang mit gestörten GPS-Signalen

Trump hatte erklärt, eine komplette Absage komme zu spät. Deshalb habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Übungen „wesentlich“ zu reduzieren. In seinem Onlinedienst führte er aus, dass die USA einen großen Teil der Kosten trügen. Außerdem kritisierte er, Südkorea beteilige sich nicht an einer „Denuklearisierung“ gegen Iran.

Nordkorea als politischer Faktor

Besonders brisant ist Trumps Verweis auf seine Beziehungen zu Machthaber Kim Jong Un. Der Präsident sprach von einer sehr guten Verbindung und machte deutlich, dass ihn die Militärübungen auch deshalb stören, weil sie aus seiner Sicht als feindliches Signal gegenüber Nordkorea verstanden werden könnten. Damit setzt Trump erneut einen ungewohnten Ton im Umgang mit einem engen militärischen Partner in Ostasien.

Foto: Wikimedia Commons / Basile Morin, CC BY-SA 4.0

Quelle: Tagesschau