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Politik17. August 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Trump blitzt vor Supreme Court ab

US-Präsident Donald Trump ist mit seinem letzten Einspruch im Fall E. Jean Carroll gescheitert. Der Oberste Gerichtshof der USA ließ das Urteil über 5,6 Millionen Dollar wegen sexuellem Missbrauch und Verleumdung rechtskräftig werden.

Trump blitzt vor Supreme Court ab

Im Rechtsstreit mit E. Jean Carroll hat Donald Trump nun auch in letzter Instanz verloren. Der Oberste Gerichtshof der USA wies sein Rechtsmittel ab. Damit ist das Urteil rechtskräftig, nach dem der US-Präsident insgesamt 5,6 Millionen Dollar an die frühere Journalistin zahlen muss.

Nach Angaben von Carrolls Anwältin war das Geld bereits im Juli überwiesen worden. Ein Bundesrichter in New York ordnete später die Auszahlung an. Zuvor hatte der Supreme Court schon Trumps Versuch scheitern lassen, das erstinstanzliche Urteil aus dem Mai 2023 zu kippen.

Vorwürfe reichen bis 1996 zurück

Im Zentrum des Falls steht ein Vorwurf aus dem Jahr 1996. Carroll hatte erklärt, Trump habe sie in einer Umkleidekabine des Luxuskaufhauses Bergdorf Goodman in New York sexuell missbraucht. Öffentlich wurden die Anschuldigungen erst 2019, als Carroll sie in einem Buch schilderte.

Ein Bundesgericht im New Yorker Bezirk Manhattan kam in dem Zivilprozess zu dem Schluss, dass Trump für den sexuellen Übergriff und spätere Verleumdung haftbar ist. Die Geschworenen legten dabei folgende Summen fest:

  • 2 Millionen Dollar wegen des sexuellen Übergriffs
  • 3 Millionen Dollar wegen Verleumdung
  • zusätzlich angefallene Zinsen seit dem Urteil

Noch ein weiteres Carroll-Urteil offen

Der Fall ist für Trump damit juristisch nicht vollständig beendet. In einem zweiten Verleumdungsverfahren in New York wurde er bereits zu 83,3 Millionen Dollar Schadenersatz an Carroll verurteilt. Dieses Urteil wurde in der Berufung zwar bestätigt, vollstreckt wird es derzeit aber noch nicht.

Für Trump ist die Entscheidung des Supreme Court trotzdem ein deutlicher Rückschlag: Sein letzter Versuch, die Zahlung im ersten Carroll-Verfahren noch zu verhindern, ist damit endgültig gescheitert.

Foto: Wikimedia Commons / Daniel Torok, Public domain

Quelle: ORF