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Politik29. Juli 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Trauer um Bernadette Feuerstein

Die österreichische Behindertenaktivistin Bernadette Feuerstein ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Verbände und Politik würdigen sie als prägende Stimme für Selbstbestimmung und Menschenrechte in Österreich.

Trauer um Bernadette Feuerstein

Österreich trauert um Bernadette Feuerstein: Die langjährige Behindertenaktivistin ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Das wurde am Dienstag bekannt. Feuerstein galt als eine der markantesten Stimmen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich und war über viele Jahre eine zentrale Figur der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung.

Der Österreichische Behindertenrat würdigte ihr Lebenswerk als prägend für die Behindertenpolitik des Landes. Besonders wichtig war Feuerstein demnach der Blick auf die Situation von Frauen mit Behinderungen. Nach Einschätzung des Behindertenrats trug sie entscheidend dazu bei, dass frauenpolitische Fragen innerhalb der Behindertenpolitik stärker berücksichtigt wurden.

Prägende Rolle bis zuletzt

Bis zu ihrem Tod war Feuerstein Vorsitzende von Selbstbestimmt Leben Österreich und zugleich Ministerialrätin im Bundesdienst. Auch zuletzt blieb sie in aktuellen behindertenpolitischen Debatten präsent und brachte weiterhin ihre Erfahrung ein. Ihr Einfluss reichte damit weit über ihre offiziellen Funktionen hinaus.

  • Vorsitzende von Selbstbestimmt Leben Österreich
  • Ministerialrätin im Bundesdienst
  • Mitglied im Monitoringausschuss

Würdigung aus Politik und Gremien

Betroffen reagierte auch Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ). Sie bezeichnete Feuerstein als wichtige Stimme für Selbstbestimmung und Menschenrechte. Der Monitoringausschuss, in dem Feuerstein Mitglied war, hob ihren langjährigen Einsatz und ihre große fachliche Kompetenz hervor. Auch der grüne Sprecher für Menschen mit Behinderungen, Ralph Schallmeiner, sprach von einem schweren Verlust und einer großen Lücke, die ihr Tod hinterlasse.

Mit Bernadette Feuerstein verliert Österreich eine Persönlichkeit, die die Debatte über Teilhabe, Rechte und Selbstbestimmung über Jahre hinweg mitgeprägt hat. Ihr Name bleibt eng mit dem Einsatz für Menschen mit Behinderungen verbunden.