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Politik8. November 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Terrorverdacht nach Krakau-Bluttat

Nach den tödlichen Schüssen auf einem Marktplatz in Krakau ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Terrorverdachts. Sechs Menschen starben, 15 wurden verletzt, zudem stehen drei tote Familienmitglieder des mutmaßlichen Täters im Fokus.

Terrorverdacht nach Krakau-Bluttat

Nach der tödlichen Attacke in Krakau prüfen die Ermittler nun einen terroristischen Hintergrund. Ein 24-jähriger Pole soll am Samstagnachmittag auf einem belebten Marktplatz wahllos das Feuer eröffnet haben. Dabei kamen sechs Menschen im Alter zwischen 32 und 61 Jahren ums Leben, 15 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Ermittler prüfen rechtsextreme Spur

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann die Tötung von sechs Personen und versuchten Mord an zahlreichen weiteren Menschen vor, darunter auch Polizeibeamte. Nach Angaben von Innenminister Marcin Kierwiński gibt es erste Hinweise auf eine sehr radikale Haltung des Verdächtigen. Demnach soll er von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sein. Ein klares Motiv steht bislang aber noch nicht fest.

Die Polizei geht davon aus, dass der Schütze mit einer Langwaffe militärischer Bauart geschossen hat, möglicherweise mit einem halbautomatischen Gewehr vom Typ AR-15. In seinem Auto fanden die Ermittler außerdem weitere Waffen und Munition.

Auch Ausländer unter den Opfern

Unter den Betroffenen sind laut Polizei mehrere ausländische Staatsbürger. Ein Brite wurde getötet. Außerdem bestätigte das Auswärtige Amt, dass ein verletztes Opfer aus Deutschland stammt. Weitere Verletzte kommen demnach aus Großbritannien, Portugal, Österreich und Russland.

  • 6 Tote auf dem Marktplatz
  • 15 Verletzte, darunter zwei Polizisten in Lebensgefahr
  • 1 deutscher Verletzter bestätigt

Auf der Flucht aus der Innenstadt wurde der 24-Jährige von der Polizei gestoppt. Bei dem folgenden Schusswechsel wurden zwei Beamte lebensgefährlich verletzt, auch der mutmaßliche Täter wurde vor seiner Festnahme angeschossen. Ministerpräsident Donald Tusk sprach von „wahren Helden“.

Zusätzlich beschäftigen die Ermittler drei weitere Todesfälle: Im Elternhaus des Verdächtigen in Ostrowiec Swietokrzyski wurden seine Eltern und seine Schwester tot gefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft deuten die Spuren darauf hin, dass auch diese Taten von derselben Person begangen wurden. Damit steht der Mann im Verdacht, insgesamt neun Menschen erschossen zu haben.

Quelle: Tagesschau