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Politik8. November 2026, 15:00 Uhr · von Redaktion

Neue Angriffe legen Strom lahm

Nach russischen Luftangriffen auf die Energieversorgung der Ukraine sind in der Region Dnipropetrowsk 600.000 Menschen ohne Strom. Auch das besetzte Atomkraftwerk Saporischschja hat laut IAEA seine externe Stromversorgung verloren.

Neue Angriffe legen Strom lahm

Foto: User:Darwinek / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Russische Luftangriffe haben die ukrainische Energieversorgung erneut schwer getroffen. Besonders hart erwischt hat es die Region Dnipropetrowsk: Nach Angaben des Energieversorgers DTEK sind dort aktuell 600.000 Menschen ohne Strom. Auch in der Region Charkiw wurde nach Behördenangaben eine Energieeinrichtung getroffen.

Hunderttausende im Dunkeln

In der Stadt Slatopil sitzen den Angaben zufolge fast 250.000 Menschen ohne Elektrizität fest. DTEK teilte mit, dass an der Reparatur der beschädigten Anlagen gearbeitet werde. Allerdings würden wiederholte Angriffe die Instandsetzung deutlich erschweren. Schon am Samstag hatte eine weitere massive Angriffswelle auf Energieanlagen in mehreren Regionen Stromausfälle ausgelöst und auch die Versorgung in Kiew stark belastet.

  • Region Dnipropetrowsk: 600.000 Menschen ohne Strom
  • Slatopil in der Region Charkiw: fast 250.000 Menschen betroffen
  • Auch Wasser- und Fernwärme in Kiew waren zuletzt beeinträchtigt

Auch Sorgen um Saporischschja

Zusätzliche Brisanz bekommt die Lage durch das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja. Wie die Internationale Atomenergiebehörde bestätigte, hat die Anlage ihre externe Stromversorgung verloren. Das Kraftwerk wird deshalb wieder mit Notstromaggregaten versorgt, damit die Brennstäbe weiter gekühlt werden können. Zwar produziert Europas größtes Atomkraftwerk derzeit keinen Strom, Energie für den sicheren Betrieb bleibt aber trotzdem unverzichtbar.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Angriffe auch im Zusammenhang mit den laufenden diplomatischen Bemühungen. Seiner Einschätzung nach will Moskau kurz vor den geplanten Gesprächen in Abu Dhabi den Druck erhöhen. Für die Ukraine wächst damit die Sorge vor einem weiteren harten Kriegswinter mit neuen Ausfällen bei Strom, Heizung und Wasser.

Quelle: Tagesschau