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Politik7. August 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Sprengstoff-Drohne: Karlsruhe dran

Nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle hat die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen. Sie spricht von einem schwerwiegenden Angriff auf die deutsche Transport- und Logistikinfrastruktur.

Sprengstoff-Drohne: Karlsruhe dran

Der Fall am Flughafen Leipzig/Halle bekommt nun bundesweite Dimensionen: Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Aus Karlsruhe heißt es, wegen der besonderen Bedeutung des Vorfalls bestehe der Verdacht auf versuchtes Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie auf einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr.

Angriff mit Drohne auf Flughafengelände

Nach Angaben der Behörde gibt es konkrete Hinweise darauf, dass am Dienstagabend auf dem Flughafengelände mit einer Drohne eine Explosion ausgelöst werden sollte. An dem Fluggerät sollen professioneller Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Außerdem soll eine Frachtmaschine im erweiterten Bereich des Flughafens in der Luft mit einer weiteren Drohne zusammengestoßen sein.

Die Bundesanwaltschaft wertet den Vorfall als schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland. Das Bundeskriminalamt wurde mit den polizeilichen Ermittlungen beauftragt. Zuvor hatten bereits die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das LKA Sachsen zu dem Geschehen ermittelt.

Flugbetrieb gestoppt, Maschinen umgeleitet

In der Nacht zum Mittwoch war der Flugbetrieb in Leipzig/Halle zeitweise eingestellt worden. Anlass waren ein unbekanntes Flugobjekt und ein verdächtiger Gegenstand an der Start- und Landebahn der Südpiste. Mehrere Flugzeuge mussten daraufhin zu anderen Flughäfen ausweichen.

  • Eine Drohne mit Sprengstoff und Zünder wurde nahe eines ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt.
  • Der Gegenstand wurde mit Unterstützung der Bundespolizei und eines Sprengstoffroboters untersucht.
  • Der Zünder des Sprengsatzes wurde entfernt.
  • Eine Frachtmaschine, die den Landeanflug abbrechen musste, kollidierte später mutmaßlich mit einer zweiten Drohne.

Nach der Landung in Hannover wurden an dieser Maschine laut LKA Sachsen leichte Schäden festgestellt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach am Mittwochabend von einem Anschlag mit hochprofessionellen Tätern und schloss auch fremde Mächte als mögliche Drahtzieher nicht aus.