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Politik5. August 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Sprengdrohne legt Airport lahm

Am Flughafen Leipzig/Halle ist in der Nacht eine Drohne mit Sprengvorrichtung auf der Südpiste entdeckt und entschärft worden. Ermittler schließen ein politisches Motiv nicht aus, zudem wurde ein zweites Flugobjekt nach einer Kollision mit einem Frachtflugzeug geprüft.

Sprengdrohne legt Airport lahm

Alarm in der Nacht am Flughafen Leipzig/Halle: Auf der Südpiste ist eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entdeckt worden. Spezialisten der Bundespolizei machten den Fund unschädlich, indem der Zünder der bislang nicht näher bekannten Vorrichtung entfernt wurde. Gefunden wurde das Fluggerät laut Landeskriminalamt von einem Mitarbeiter des Flughafens.

Ermittlungen laufen auf mehreren Ebenen

Der Fall wird inzwischen von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und dem beim LKA angesiedelten Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum bearbeitet. Nach Behördenangaben kann ein politischer Hintergrund derzeit nicht ausgeschlossen werden. Dass die Ermittlungen dort angesiedelt sind, hängt auch mit der Bedeutung des Airports zusammen: Der Flughafen zählt zur kritischen Infrastruktur.

Für zusätzliche Brisanz sorgt ein weiterer Vorfall in derselben Nacht. Nach Angaben des LKA soll ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt mit einem Frachtflugzeug kollidiert sein. Die Maschine musste wegen der zuvor gesperrten Landebahn wieder durchstarten und landete später in Hannover. Dort wurden leichte Schäden festgestellt.

Flugbetrieb vorübergehend gestoppt

Nach dem Fund der Drohne wurde der Flugbetrieb zunächst komplett ausgesetzt. Sachsens Innenminister Armin Schuster sprach von einem sehr ernsten Sicherheitsvorfall. Landes- und Bundesbehörden arbeiteten nach seinen Angaben mit Hochdruck zusammen.

  • Drohne mit Sprengvorrichtung auf der Start- und Landebahn entdeckt
  • Zünder durch Spezialisten der Bundespolizei entfernt
  • Zweites Flugobjekt soll mit einem Frachtflugzeug kollidiert sein
  • Ermittler prüfen auch ein mögliches politisches Motiv

In die Maßnahmen eingebunden sind demnach unter anderem das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen sowie die Drohnenabwehr der Bundespolizei. Viele Fragen sind noch offen — klar ist aber schon jetzt, dass der Vorfall die Sicherheitsbehörden in Deutschland massiv beschäftigt.

Foto: Wikimedia Commons / ASBT2018, CC BY-SA 4.0