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Politik10. August 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Selenskyj droht nach Odessa-Angriff

Nach schweren russischen Angriffen auf die Region Odessa waren zeitweise mehr als 300.000 Haushalte ohne Strom. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte eine „angemessene Antwort“ an und sprach von weiteren Angriffen auf russische Infrastruktur.

Selenskyj droht nach Odessa-Angriff

Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Küstenregion Odessa hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reaktion angekündigt. In seiner abendlichen Videoansprache erklärte er, die Ukraine habe auf jeden Angriff eine „angemessene Antwort“. Zugleich machte er deutlich, dass der Krieg nach seiner Ansicht auch in Russland selbst immer stärker spürbar werden soll.

Besonders hart traf die Attacke die Stromversorgung. Nach Angaben Selenskyjs waren am Morgen mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der umliegenden Region ohne Elektrizität. Im Laufe des Tages sei etwa ein Drittel davon wieder ans Netz angeschlossen worden. Die Reparaturarbeiten und die Beseitigung der Schäden liefen demnach weiter.

Raketen und Drohnen treffen Region

Der Großangriff in der Nacht zum Sonntag erfolgte mit ballistischen Raketen und Drohnen. Dabei wurden laut den vorliegenden Angaben mindestens sechs Menschen verletzt. Selenskyj erneuerte in diesem Zusammenhang seine Kritik an Russland und warf Moskau vor, den Krieg nicht beenden zu wollen.

  • Angriffsziel: Region um Odessa
  • Folge: massiver Stromausfall in Hunderttausenden Haushalten
  • Verletzte: mindestens sechs Menschen

Ukraine fordert mehr Schutz

Selenskyj hatte zuletzt mehrfach zusätzliche Unterstützung der Verbündeten verlangt, vor allem bei der Flugabwehr. Nach seinen Angaben braucht die Ukraine insbesondere „Patriot“-Raketen, um ballistische Angriffe besser abwehren zu können. In den vergangenen Wochen hätten die russischen Streitkräfte mit solchen Waffen vor allem zivile Ziele attackiert.

Gleichzeitig setzt die Ukraine ihre Angriffe auf Ziele in Russland fort. Genannt werden dabei vor allem die Erdölindustrie, Rüstungsbetriebe und andere wichtige Infrastruktur. Aus Sicht Kiews soll so die russische Kriegsführung erschwert werden.