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Politik5. Oktober 2026, 13:01 Uhr · von Redaktion

Meloni schützt ihre Stimme

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat beim EUIPO den Satz „Ich bin Giorgia Meloni“ als Marke registrieren lassen. So will sie ihre Stimme vor KI-Missbrauch durch Voice Clones und Deepfakes schützen.

Meloni schützt ihre Stimme

Foto: El Mono Español / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Giorgia Meloni zieht eine ungewöhnliche Schutzmauer gegen die Risiken von künstlicher Intelligenz hoch: Italiens Ministerpräsidentin hat den Klang ihrer Stimme beim EUIPO, dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum, absichern lassen. Darüber berichtete die Zeitung „La Repubblica“.

Konkret wurde der Satz „Io sono Giorgia Meloni“ als sprachliches Kennzeichen registriert. Damit soll verhindert werden, dass ihre Stimme ohne Erlaubnis in KI-generierten Inhalten auftaucht. Im Fokus stehen dabei vor allem Voice Clones und Deepfakes, also täuschend echt wirkende künstliche Audio- und Videoaufnahmen.

Schutz vor täuschend echten Fälschungen

Mit dem Schritt reagiert Meloni auf eine Entwicklung, die für Politikerinnen und Politiker immer heikler wird: KI kann Stimmen und Bilder inzwischen so realistisch nachbauen, dass Fälschungen nur schwer zu erkennen sind. Die Eintragung als Marke soll genau hier eine Grenze ziehen und den unerlaubten Einsatz ihrer Stimme erschweren.

  • Registriert wurde ein prägnanter Satz mit ihrem Namen
  • Ziel ist der Schutz vor KI-Nachahmungen
  • Gemeint sind vor allem Voice Clones und Deepfakes

Schon zuvor Ärger mit manipulierten Bildern

Bereits im Mai hatte Meloni vor gefälschten KI-Bildern gewarnt, die im Netz verbreitet wurden. In sozialen Netzwerken kursierten mehrere manipulierte Aufnahmen, die sie in verfälschten Zusammenhängen zeigten. Besonders bezog sie sich dabei auf ein künstlich erzeugtes Bild einer Frau in Unterwäsche mit ihrem Gesicht.

Die Markenregistrierung ist damit nicht nur ein juristischer Schritt, sondern auch ein Signal: KI-Missbrauch soll bei der italienischen Regierungschefin nicht folgenlos bleiben. Gerade weil manipulierte Inhalte online immer schneller verbreitet werden, wächst der Druck auf Betroffene, sich auch rechtlich dagegen zu wappnen.

Quelle: ORF