Putin bringt Dreiergipfel ins Spiel
In St. Petersburg hat Wladimir Putin bei Gesprächen mit US-Vermittler Steve Witkoff ein Treffen mit Donald Trump und Xi Jinping vorgeschlagen. Parallel drängt die Ukraine darauf, bei möglichen Verhandlungen über den Krieg direkt dabei zu sein.

Foto: Wikimedia Commons / Пресс-служба Президента России, CC BY 4.0
Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg einen möglichen Dreiergipfel mit Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping ins Gespräch gebracht. Einen Termin gibt es bislang nicht, auch aus dem Kreml hieß es, für ein solches Format liege noch keine konkrete Agenda vor. Als möglicher Rahmen gilt aber der APEC-Gipfel im November.
Ukraine pocht auf eigenen Platz am Tisch
Noch bevor Putin den Vorschlag offiziell machte, reagierte Kiew bereits auf entsprechende Berichte. Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert, dass die Ukraine bei einem solchen Treffen auf jeden Fall vertreten sein müsse. Aus seiner Sicht darf es keine Gespräche über das Land geben, ohne dass die ukrainische Seite selbst beteiligt ist.
Witkoff zeigte sich vor den Beratungen optimistisch und sprach von einer Grundlage für eine Waffenruhe. Er hofft demnach auf konkrete Schritte hin zu einem Friedensprozess und auf Verhandlungen, an denen nicht nur Russland und die USA, sondern auch die Ukraine direkt beteiligt wäre. Genau das hatte Moskau bisher allerdings immer zurückgewiesen.
Oslo-Gespräche als Grundlage
Hintergrund des Treffens in St. Petersburg sind Gespräche vom Dienstag in Oslo. Dort kamen Selenskyj sowie Vertreter von NATO und EU zusammen. Im Mittelpunkt standen mehrere große Streitpunkte:
- Sicherheitsgarantien für die Ukraine
- territoriale Fragen
- Sanktionen
- europäische Sicherheit nach dem Krieg
Der Kreml kündigte an, die neuen Vorschläge prüfen zu wollen. Ein Fortschritt sei theoretisch möglich, hieß es laut russischer Seite, vieles hänge jedoch von Entscheidungen in Kiew ab.
Zum Auftakt der Gespräche dankte Putin außerdem Trump für dessen Bemühungen um ein Ende des Kriegs. Zudem kündigte er die Freilassung des US-Amerikaners Stephen Hubbard an. Gleichzeitig stellte Putin einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit den USA in Aussicht und sprach von ersten Diesellieferungen in die Vereinigten Staaten.
Quelle: Tagesschau