Paris macht Helm zur Pflicht
In Paris gilt ab sofort Helmpflicht für E-Roller-Fahrer. Wer ohne Schutz unterwegs ist, zahlt bis zu 135 Euro Strafe; auch Warnweste oder reflektierende Ausrüstung sind nun vorgeschrieben.

Paris verschärft die Regeln für elektrische Kleinstfahrzeuge deutlich: Ab sofort müssen Nutzerinnen und Nutzer von E-Rollern, E-Einrädern und Hoverboards in der französischen Hauptstadt und den direkten Vororten einen Helm tragen. Zusätzlich ist zu jeder Tageszeit eine Warnweste oder andere reflektierende Ausrüstung Pflicht. Damit reagiert die Stadt auf eine wachsende Zahl schwerer Unfälle.
Bußgelder bei Verstößen
Wer ohne Helm erwischt wird, muss laut Polizei mit 135 Euro rechnen. Fehlt die reflektierende Ausrüstung, werden 35 Euro fällig. Die neue Regel gilt sofort und betrifft den privaten Verkehr mit den Fahrzeugen. Denn schon 2023 hatte Paris die Leih-E-Roller komplett aus dem Stadtbild verbannt. Roller in Privatbesitz durften aber weiterhin genutzt werden.
- Helm: Pflicht für alle Fahrerinnen und Fahrer
- Warnweste oder Reflektoren: jederzeit vorgeschrieben
- Bußgeld ohne Helm: 135 Euro
- Bußgeld ohne Reflektoren: 35 Euro
Mehr schwere Unfälle
Nach Angaben der Pariser Polizei ist die Zahl der Unfälle mit diesen Fahrzeugen zuletzt gestiegen. Ein erheblicher Teil der Betroffenen habe schwere oder sogar tödliche Kopfverletzungen erlitten. Im vergangenen Jahr kamen demnach 79 ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr ums Leben, das waren 34 mehr als im Jahr davor. Besonders betroffen waren laut Polizei Menschen auf E-Rollern, Segways und Hoverboards.
Auch bei den schweren Verletzungen zeigt der Trend nach oben: Rund 1.100 Nutzerinnen und Nutzer wurden 2025 schwer verletzt, ein Plus von 33 Prozent im Vergleich zu 2024. Das Problem ist nicht auf Frankreich beschränkt. In Deutschland registrierte die Polizei im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt fast 16.500 Unfälle mit E-Rollern. Das entspricht einem Anstieg von rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.