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Politik9. August 2026, 11:01 Uhr · von Redaktion

Notstand wegen Feuerhölle

In der kanadischen Provinz British Columbia ist wegen außer Kontrolle geratener Waldbrände der Notstand ausgerufen worden. Tausende Menschen mussten fliehen, besonders hart getroffen ist die Region am Okanagan-See mit einem Feuer von rund 9.500 Hektar.

Notstand wegen Feuerhölle

Die schweren Waldbrände im Westen Kanadas spitzen sich dramatisch zu: Die Provinz British Columbia hat den Notstand ausgerufen, nachdem sich die Feuer durch starke Winde in kurzer Zeit massiv ausgebreitet haben. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Straßen wurden gesperrt.

Nach Angaben der Provinzregierung sind bereits Gebäude und Grundstücke zerstört worden. Regierungschef David Eby sprach von einer weiterhin gefährlichen Lage. Teilweise saßen Menschen in den Flammengebieten fest und konnten nur noch aus der Luft in Sicherheit gebracht werden.

Region am Okanagan-See besonders betroffen

Ein Schwerpunkt der Brände liegt in einer Wein- und Obstbauregion am Okanagan-See. Dort hat sich das sogenannte Bald-Range-Feuer auf etwa 9.500 Hektar ausgedehnt und damit seine Fläche verdoppelt. In ganz British Columbia sind rund 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz.

  • Mehr als 100 aktive Brände
  • 38 Evakuierungsanordnungen
  • 49 Warnungen der Behörden

Auch Kanadas Premier Mark Carney meldete sich zu Wort und bedankte sich bei Feuerwehr und Rettungskräften für ihren Einsatz. Landesweit haben Waldbrände in diesem Jahr laut nationalem Waldbrandzentrum bereits fast vier Millionen Hektar Fläche erfasst. Neben British Columbia waren auch Ontario und Québec von größeren Feuern betroffen.

Klimawandel erhöht das Risiko

Begünstigt werden die Brände durch heißes und trockenes Wetter in vielen Teilen Kanadas. Eine aktuelle Untersuchung der Forschungsgruppe World Weather Attribution kommt zu dem Ergebnis, dass der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada in diesem Jahr mehr als verdoppelt hat.