Nordkorea schickt Raketen
Nach ukrainischen Angaben verlegt Nordkorea eine Raketeneinheit nach Westrussland. Geplant ist demnach eine Stationierung in der Region Woronesch mit rund 90 Soldaten sowie bis zu 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen.

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea könnte einen weiteren Schritt gehen: Nach Angaben eines Vertreters des ukrainischen Militärgeheimdienstes hat eine nordkoreanische Raketeneinheit mit der Verlegung nach Westrussland begonnen. Laut Andrij Tschernjak könnte die Einheit für Angriffe auf die Ukraine mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden.
Stationierung in Woronesch geplant
Geplant sei nach ukrainischen Angaben eine Stationierung in der russischen Region Woronesch. Dort solle die Einheit mit rund 90 nordkoreanischen Soldaten untergebracht werden. Eine mit dem Vorgang vertraute Person erklärte laut Reuters zudem, dass die USA von der Verlegung wüssten.
- geplante Stationierung: Region Woronesch
- rund 90 nordkoreanische Soldaten
- mögliche Ausrüstung: 120 ballistische Raketen
- dazu sechs Startrampen
Die Entsendung würde die militärische Kooperation zwischen Moskau und Pjöngjang weiter ausbauen. Russland setzt nach diesen Angaben bereits seit Ende 2023 nordkoreanische Raketen gegen die Ukraine ein. Nordkorea gilt seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 als enger Partner Moskaus. 2024 schlossen beide Länder außerdem einen gegenseitigen Verteidigungspakt.
Schwache Raketenabwehr als Risiko
Für die Ukraine ist das besonders brisant, weil die Abwehr ballistischer Raketen derzeit als eine ihrer größten Schwachstellen gilt. Dem Land fehlen moderne Flugabwehrsysteme. Nach ukrainischen Angaben hat Pjöngjang Russland außerdem bereits Millionen Artilleriegranaten geliefert und 14.000 Soldaten in die russische Region Kursk entsandt. Erst in der vergangenen Woche soll eine nordkoreanische Rakete im Dorf Raduschne mindestens fünf Mitglieder derselben Familie getötet haben.