Neuer Angriff in Hormus
In der Straße von Hormus ist vor Omans Küste erneut ein Handelsschiff getroffen worden. Gleichzeitig erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf Iran und spricht von einer letzten Chance für neue Gespräche.

In der angespannten Lage rund um den Iran-Krieg ist in der Straße von Hormus erneut ein Handelsschiff attackiert worden. Nach Angaben der britischen Schifffahrts-Sicherheitsbehörde UKMTO wurde ein Frachter vor der Küste Omans von einem „unbekannten Geschoss” getroffen. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 37 Kilometer nordöstlich von Al Khasab. Zu möglichen Schäden oder Verletzten gab es zunächst keine weiteren Informationen.
Trump setzt Iran neues Ultimatum
Parallel dazu verschärft Donald Trump den Ton gegenüber Teheran. Der US-Präsident erklärte, die laufenden Gespräche zielten auf eine vollständige Öffnung der Meerenge bis Dienstag ab. Damit solle der Zustand vor Kriegsbeginn wiederhergestellt werden. Der Iran hatte eine solche Rückkehr allerdings mehrfach abgelehnt. Trump bezeichnete neue diplomatische Kontakte als „letzte Chance” für eine Einigung.
Unklar bleibt dabei, wie weit die Verhandlungen tatsächlich sind. Trump hatte neue Gespräche für Montag angekündigt und zugleich behauptet, einen aus seiner Sicht größten geplanten US-Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg vorerst gestoppt zu haben, um Verhandlungen Raum zu geben. Aus Teheran hieß es dagegen zunächst nur, dass es bilaterale Gespräche mit dem Oman über einen vorläufigen Schifffahrtskorridor gebe.
Wichtige Route für Öl und Gas
Seit Beginn des Krieges Ende Februar haben iranische Streitkräfte in der Meerenge immer wieder Schiffe attackiert. Die Schifffahrt in dem für den weltweiten Export von Öl und Gas zentralen Seeweg war dadurch fast zum Stillstand gekommen. Das trieb die Energiepreise und setzte auch die USA unter Druck.
- Kriegsbeginn: 28. Februar
- Ziel der Gespräche: Öffnung der Straße von Hormus
- Zweite Phase laut Trump: „Denuklearisierung” des Irans
Der Konflikt dauert inzwischen rund fünf Monate und damit deutlich länger als ursprünglich von Trump dargestellt. Kritiker werfen ihm vor, die Lage falsch eingeschätzt zu haben. Mit Blick auf die Zwischenwahlen in den USA am 3. November wächst damit auch der innenpolitische Druck auf den Präsidenten.
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