Neue Tote nach Kiew-Angriff
Russland hat in der Nacht erneut Kiew mit Raketen angegriffen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko und Behörden starben mindestens vier Menschen, 15 weitere wurden verletzt.

Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine gehen mit neuer Wucht weiter: In der Nacht ist erneut Kiew getroffen worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko und den Behörden kamen dabei mindestens vier Menschen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt.
Betroffen waren laut den offiziellen Angaben mehrere Bezirke der ukrainischen Hauptstadt. Beschädigt wurden demnach Wohnhäuser und Gewerbegebäude, außerdem gerieten Autos in Brand. Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichteten zudem von mehr als einem Dutzend starken Explosionen in der Millionenstadt.
Angriffe halten seit Tagen an
Schon am Donnerstag hatte Russland Kiew und weitere ukrainische Städte mit einem großangelegten Luftangriff ins Visier genommen. Nach ukrainischen Angaben starben dabei landesweit mindestens zehn Menschen, Dutzende wurden verletzt. Auch die westukrainische Stadt Lwiw nahe der polnischen Grenze meldete schwere Schäden.
- In Kiew wurden erneut Tote und Verletzte gemeldet.
- Mehrere Gebäude und Fahrzeuge wurden beschädigt oder zerstört.
- Bereits am Donnerstag gab es landesweit einen massiven Angriff.
Druck auf die Luftabwehr wächst
Mit den anhaltenden Attacken versucht Russland nach Einschätzung aus dem Bericht offenbar, die ukrainische Luftabwehr weiter zu überlasten. Als besonders wichtig gegen ballistische Raketen gelten Patriot-Abfangsysteme. Nach ukrainischen Angaben fehlen davon derzeit jedoch ausreichend Raketen.
Zur Debatte über eine mögliche Produktion solcher Abfangraketen in der Ukraine äußerte sich US-Präsident Donald Trump erneut zurückhaltend. Die USA müssten dabei „sehr vorsichtig“ sein, sagte er am Freitag. Seit Februar 2022 verteidigt sich die Ukraine mit westlicher Unterstützung gegen den russischen Angriffskrieg.
Foto: Wikimedia Commons / Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0