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Politik3. August 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Lula will es noch mal wissen

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva tritt bei der Wahl am 4. Oktober erneut an. Der 80-Jährige wurde von seiner Arbeiterpartei nominiert, wichtigster Rivale ist Flávio Bolsonaro.

Lula will es noch mal wissen

Luiz Inácio Lula da Silva greift in Brasilien nach einer weiteren Amtszeit. Die Arbeiterpartei PT hat den 80-jährigen Präsidenten offiziell für die Wahl im Oktober aufgestellt. Sollte Lula gewinnen, wäre es seine insgesamt vierte Amtszeit. Seit 2023 steht er wieder an der Spitze des Landes, zuvor regierte er bereits von 2003 bis 2010.

Bei seiner Nominierung in São Paulo stellte Lula vor allem seine Einsatzbereitschaft und seine körperliche Verfassung in den Vordergrund. Gleichzeitig machte er deutlich, welche Themen er im Wahlkampf setzen will: Dazu gehören eine Entlastung für Menschen mit niedrigen Einkommen durch eine Steuerreform sowie ein Programm zum Schuldenerlass. Auch Geraldo Alckmin soll erneut als Vizepräsident an seiner Seite antreten.

Wahlkampf mit klaren Ansagen

Lula kündigte außerdem an, die brasilianische Verteidigungsindustrie auszubauen und die Rohstoffe des Landes stärker zu schützen. Dabei verwies er ausdrücklich auf die seltenen Bodenschätze Brasiliens. Politisch kommt ihm zugute, dass er zentristische Parteien hinter sich versammeln konnte. Außerdem haben sich seine Umfragewerte in den vergangenen sechs Monaten verbessert.

  • Wahltag: 4. Oktober
  • Mögliche Stichwahl: 25. Oktober
  • Vizekandidat: Geraldo Alckmin

Bolsonaro-Sohn als Hauptgegner

Als wichtigster Herausforderer gilt Flávio Bolsonaro. Der älteste Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro wurde von der Liberalen Partei PL nominiert. Jair Bolsonaro war wegen eines versuchten Staatsstreichs verurteilt worden. Flávio Bolsonaro kann sich auf internationale Fürsprecher stützen: Unterstützung kommt laut Bericht unter anderem aus den USA, aus Argentinien und aus Israel.

Allerdings startet er nicht mit uneingeschränktem Rückenwind. Im konservativen Lager steht die Unterstützung für ihn bislang nicht geschlossen. Damit läuft alles auf einen harten Wahlkampf in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas hinaus — mit einem Amtsinhaber, der trotz seines Alters noch einmal antreten will, und einem Herausforderer, der einen der bekanntesten politischen Namen des Landes trägt.

Foto: Wikimedia Commons / Ricardo Stuckert/PR, CC BY 3.0 br