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Politik19. August 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Luftschlag verschärft Konflikt

Nach einem mutmaßlich israelischen Angriff auf einen Militärflugplatz im Nordwesten Syriens wächst der Streit zwischen Israel und der Türkei. Ankara weist Vorwürfe von Benjamin Netanjahu zurück und spricht von Destabilisierung der Region.

Luftschlag verschärft Konflikt

Foto: teteria sonnna from Obukhiv, Ukraine / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Ein mutmaßlich israelischer Luftangriff im Nordwesten Syriens hat den ohnehin heiklen Ton zwischen Israel und der Türkei weiter verschärft. Auslöser ist ein bombardierter Militärflugplatz nahe Aleppo, der nach israelischer Darstellung für eine mögliche türkische Truppenstationierung vorgesehen gewesen sein soll.

Ankara weist Vorwurf klar zurück

Das türkische Präsidialamt reagierte am 19.08.2026 scharf auf Aussagen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Ankara bestreitet, einen Einsatz türkischer Truppen in der Region zu planen, und wirft Netanjahu vor, kurz vor den Wahlen in seinem Land eine ausgreifende und destabilisierende Linie in der Region zu verfolgen.

Bereits einen Tag zuvor hatte das israelische Militär syrischen Angaben zufolge einen syrischen Stützpunkt nahe der türkischen Grenze angegriffen. Das syrische Außenministerium verurteilte den Vorfall als Eingriff in die Souveränität des Landes. Auch die Türkei, die eng mit der Führung in Damaskus verbunden ist, schloss sich dieser Kritik an.

Israel sieht Warnung an Syrien

Aus dem Büro des israelischen Regierungschefs hieß es unterdessen, Syrien habe türkischen Truppen eine Stationierung auf dem Militärflugplatz erlaubt. Israel habe Damaskus vor einem solchen Schritt gewarnt. Mehrere israelische Medien werteten diese Darstellung als indirekte Bestätigung, dass der Angriff tatsächlich von Israel ausgeführt wurde.

  • Syrien meldet einen Angriff auf einen Militärstützpunkt nahe der türkischen Grenze
  • Die Türkei weist israelische Vorwürfe zur Truppenstationierung zurück
  • US-Sondergesandter Tom Barrack spricht ebenfalls von einem israelischen Angriff

Zusätzliche Brisanz bekommt der Fall durch die Einschätzung aus Washington: Der US-Sondergesandte für Syrien und Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, erklärte ebenfalls, es habe sich um einen israelischen Angriff gehandelt. Damit steht der Luftschlag nicht nur für den Konflikt in Syrien, sondern auch für eine neue Belastungsprobe zwischen zwei regionalen Schwergewichten.

Quelle: ORF