JETZT LIVE
Politik5. August 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Kiew erneut unter Raketenfeuer

Russland hat Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Behördenangaben wurde mindestens ein Mensch getötet, zwölf weitere wurden verletzt, zudem laufen Such- und Rettungseinsätze.

Kiew erneut unter Raketenfeuer

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es in der Nacht erneut schwere russische Angriffe gegeben. Nach Angaben der Militärverwaltung wurde eine Frau getötet, mindestens zwölf Menschen verletzt. Die Behörden gehen davon aus, dass sich unter Trümmern weiterer zerstörter Gebäude noch weitere Opfer befinden könnten.

Mehrere Einschläge in der Stadt

Laut Militärverwaltung wurden sieben Ziele in Kiew getroffen. Erste Berichte sprechen von Schäden in mehreren Stadtteilen. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb bei Telegram, dass im Bezirk Holossijiw zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden seien. Die Such- und Rettungsarbeiten dort dauerten zunächst an.

  • Im Bezirk Holossijiw: Verletzte aus Trümmern geborgen
  • Im Bezirk Obolon: mehrere Brände gemeldet
  • Im Bezirk Desna: Lagerhaus in Brand, Raketentrümmer nahe Wohngebiet

Auch in anderen Teilen der Stadt kam es zu Folgen der Attacken. Im Bezirk Obolon brachen laut Klitschko mehrere Feuer aus. Im Bezirk Desna stand demnach ebenfalls ein Lagerhaus in Flammen. Außerdem seien dort Teile einer Rakete in der Nähe eines Wohngebiets niedergegangen. Die Stadtverwaltung meldete zusätzlich ein Ammoniakleck, das durch einen Angriff ausgelöst worden sei.

Ukraine warnt vor Lücken bei der Abwehr

Die neuen Einschläge kommen nur wenige Tage nach einem weiteren schweren Angriff auf Kiew. Bereits in der Nacht zum Samstag war die Hauptstadt mit ballistischen Raketen attackiert worden. Damals wurden nach ukrainischen Angaben mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 verletzt. Die Ukraine hatte zuletzt erklärt, dass es an Abfangraketen fehle, um solche Angriffe wirksam abzuwehren. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Partnerländer deshalb am Wochenende erneut um die Lieferung von Patriot-Abwehrraketen gebeten.