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Politik17. August 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Iran setzt USA unter Druck

Der Iran droht mit einer Eskalation in der Straße von Hormus, falls die USA ein vorläufiges Friedensabkommen nicht vollständig umsetzen. Laut Reuters will Teheran nur noch wenige Wochen auf diplomatische Fortschritte warten.

Iran setzt USA unter Druck

Im Streit um die Lage in der Straße von Hormus verschärft der Iran den Ton. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters kündigte ein hochrangiger Insider aus Teheran an, dass die Führung den USA nur noch wenige Wochen Zeit geben will, um ein vorläufiges Friedensabkommen vollständig umzusetzen. Andernfalls drohe eine neue Zuspitzung in der wichtigen Seeregion und darüber hinaus.

Die Botschaft aus Teheran ist klar: Ohne die vollständige Umsetzung aller Vereinbarungen soll es keine weiteren Gespräche mit Washington geben. Der Insider machte laut Reuters deutlich, dass diese Frist zur Bedingung für jede weitere Verhandlung werde. Gleichzeitig hieß es aus iranischer Sicht, das Vertrauen in diplomatische Zusagen der USA sei weitgehend verloren gegangen.

Druck auf Diplomatie wächst

Damit steht die Vermittlung in dem Konflikt erneut unter massivem Druck. Nach iranischer Darstellung ist die Hoffnung auf eine dauerhafte Einigung mit Hilfe von Vermittlern stark geschwunden. Aus Teheran kommt demnach der Vorwurf, Washington meine es mit Abkommen nicht ernst und halte sich am Ende nicht daran.

  • Iran setzt den USA eine kurze Frist.
  • Weitere Verhandlungen sollen an die vollständige Umsetzung des Abkommens geknüpft sein.
  • Teheran warnt vor einer Eskalation in der Region.

Auch Oman gerät ins Visier

Parallel dazu verschärfte sich auch der Ton aus Washington. US-Präsident Donald Trump drohte laut ORF dem Sultanat Oman mit Bombardierung, falls das Land den USA in der Hormus-Frage in die Quere komme. Oman versucht demnach derzeit mit dem Iran zu klären, wie die Schifffahrt durch die Meerenge künftig geregelt werden soll. Eine Einigung gibt es bislang nicht.

Brisant ist dabei vor allem die Rolle Omans: Das Sultanat gilt bisher nicht als aktive Kriegspartei. Gerade deshalb dürfte die Drohung aus Washington die Spannungen zusätzlich anheizen. In einer ohnehin hochsensiblen Region wächst damit die Gefahr, dass aus diplomatischem Stillstand rasch ein offenerer Konflikt wird.

Quelle: ORF