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Politik6. August 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Hitzesommer als neue Normalität

Österreich erlebt Rekordhitze: In Niederösterreich wurden 41,2 Grad gemessen, dazu kam im Burgenland die wärmste Nacht der Messgeschichte mit 28,5 Grad. Klimaforscher Daniel Huppmann warnt, solche Sommer würden zur neuen Realität.

Hitzesommer als neue Normalität

Die Klimakrise zeigt sich in Österreich gerade mit voller Wucht: 41,2 Grad in Niederösterreich, dazu eine historisch heiße Nacht mit 28,5 Grad im Burgenland. Damit wurden innerhalb von zwei Tagen gleich mehrere Rekorde gebrochen. Schon am Vortag hatte Wien mit 41 Grad einen landesweiten Höchstwert erreicht, der kurz darauf noch einmal übertroffen wurde.

Rekorde bei Hitze und Trockenheit

Nicht nur die Temperaturen fallen aus dem Rahmen. Auch die anhaltende Trockenheit ist laut Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig beispiellos. Nach Angaben aus dem Ministerium ist 2026 ein absolutes Ausnahmejahr. Die Kombination aus extremer Hitze, Dürre und erhöhter Brandgefahr macht deutlich, wie stark sich das Klima bereits verändert hat.

  • Neuer Temperaturrekord: 41,2 Grad in Niederösterreich
  • Wärmste Nacht der Messgeschichte: 28,5 Grad im Burgenland
  • Historisch lange und flächendeckende Trockenperiode

Klimaforscher sieht klare Entwicklung

Für den Klimaforscher Daniel Huppmann vom IIASA und Obmann des CCCA ist das keine vorübergehende Ausnahme mehr, sondern ein Zeichen dafür, dass sich der Ausnahmezustand normalisiert. Solange die Treibhausgase in der Atmosphäre weiter zunehmen, steigen auch die Temperaturen. Extremwetter werde daher künftig häufiger und heftiger auftreten.

Zwar lasse sich laut Huppmann erst im Nachhinein statistisch genau bewerten, wie stark ein einzelnes Ereignis mit dem Klimawandel zusammenhängt. Doch das aktuelle Geschehen passe genau zu dem, was Klimamodelle seit Jahrzehnten vorhersagen. Überraschend sei aus wissenschaftlicher Sicht vor allem, dass viele dieser Extreme schneller eintreten als noch vor rund zehn Jahren erwartet.

Besonders betroffen ist Österreich wegen seiner Lage in Europa: Das Land hat sich bereits um 3,1 Grad Celsius erwärmt und damit fast doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Ein Blick auf die Daten zeigt laut Huppmann klar, dass heiße Sommer zwar nichts Neues sind, die heutige Wucht aber schon. In Wien hat sich die Zahl der Hitzetage in den vergangenen Jahrzehnten sogar verdreifacht.

Foto: Wikimedia Commons / TK (UIBK), CC BY-SA 4.0