Hichilema bleibt Präsident
In Sambia ist Präsident Hakainde Hichilema für eine zweite Amtszeit bestätigt worden. Laut Wahlkommission kam der seit 2021 regierende Staatschef auf 60 Prozent, überschattet wurde die Wahl jedoch von Gewaltvorwürfen und Kritik internationaler Beobachter.

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Hakainde Hichilema bleibt Präsident von Sambia. Die Wahlkommission erklärte den seit 2021 regierenden Staatschef nach der Abstimmung zum Sieger und bestätigte ihn damit für eine zweite Amtszeit. Nach offiziellen Angaben entfielen rund 60 Prozent der Stimmen auf Hichilema.
Auf Platz zwei landete Oppositionskandidat Brian Mundubile, der im Vorfeld bereits selbst den Wahlsieg für sich beansprucht hatte. Wie die Vorsitzende der Wahlkommission, Mwangala Zaloumis, mitteilte, kam Mundubile auf knapp 38 Prozent.
Wahl mit Unterbrechung
Ganz reibungslos verlief die Wiederwahl des Präsidenten allerdings nicht. Nach Berichten über Gewalt während der Auszählung stoppte die Wahlkommission einen Tag nach dem Urnengang vom vergangenen Donnerstag die Auszählung und die Veröffentlichung der Ergebnisse im ganzen Land vorübergehend.
Hichilema zeigte sich nach der offiziellen Verkündung seines Erfolgs dankbar für das Vertrauen der Wähler. Gleichzeitig sorgte die mehrstündige Unterbrechung der Auszählung für zusätzliche Spannungen im Land.
Kritik von Beobachtern und EU
Die Wahlbeobachtermission der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) sprach von wachsender Unsicherheit und Besorgnis. Zudem verwies sie auf Berichte über Vorfälle in fünf Provinzen.
- Einschüchterungen
- Übergriffe
- Entführungen
- Sachbeschädigungen
Auch von europäischer Seite gab es Kritik: Die EU äußerte sich ebenfalls negativ zu den Bedingungen, unter denen die Wahl stattgefunden hat. Damit steht der bestätigte Wahlsieg Hichilemas zwar fest, wird aber von deutlichen Vorwürfen gegen den Ablauf begleitet.
Quelle: ORF