Hamas sagt Ja zur Entwaffnung
Die Hamas hat laut eigenen Vertretern einer Entwaffnung im Gazastreifen zugestimmt. Die Umsetzung der Vereinbarung hängt demnach aber von ersten Schritten Israels ab, das sich bisher nicht offiziell äußert.

Nach Monaten zäher Gespräche meldet die Hamas nach eigenen Angaben einen Durchbruch: Vertreter der Organisation bestätigten, dass es eine Einigung in der Frage der Entwaffnung im Gazastreifen gebe. Die Zusage gilt aber nicht bedingungslos. Nach Darstellung von Hamas-Funktionären soll die Vereinbarung nur dann umgesetzt werden, wenn Israel seinerseits die ersten Schritte einleitet.
Waffen unter Aufsicht statt Übergabe
Laut Hamas-nahen Angaben wäre die Organisation bereit, ihre Waffen unter die Kontrolle einer palästinensischen Übergangsverwaltung sowie internationaler Vermittler zu stellen. Eine direkte Übergabe an Israel ist demnach nicht vorgesehen. Im Gegenzug fordert die Hamas einen vollständigen Abzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifen und ein Ende gezielter Tötungen in dem Gebiet.
- Hamas signalisiert Zustimmung zur Entwaffnung
- Waffen sollen unter internationale und palästinensische Aufsicht
- Israel soll Truppen abziehen und Angriffe stoppen
Aus Israel liegt bislang keine offizielle Stellungnahme vor. Nach Berichten soll es aus Regierungskreisen aber weiterhin klare Vorbehalte geben. Demnach besteht Israel auf einer vollständigen Entwaffnung der Hamas, der Zerstörung ihrer Waffenlager, Tunnel und Infrastruktur sowie auf einer kompletten Entmilitarisierung des Gazastreifens. Solange das nicht erreicht sei, werde es keinen Rückzug der israelischen Armee geben.
Trump spricht von historischem Schritt
Donald Trump hatte die Vereinbarung zuvor auf seiner Plattform Truth Social als historischen Durchbruch präsentiert. Nach seiner Darstellung sieht das Abkommen eine vollständige Entwaffnung der Hamas und im Gegenzug den Abzug israelischer Streitkräfte aus dem Küstengebiet vor. Außerdem soll eine neue palästinensische Regierung künftig eng mit dem von Trump initiierten Friedensrat zusammenarbeiten.
Dieser Friedensrat ist allerdings umstritten und wird von Kritikern als parteiische Alternative zu den Vereinten Nationen gesehen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben den USA auch Israel, Ägypten, Katar und die Türkei. Während Trump das Abkommen als Meilenstein feiert, bleibt entscheidend, ob Israel dem Text tatsächlich zustimmt – und ob die Kämpfe im Gazastreifen damit wirklich gestoppt werden.