Hai-Alarm vor New York
Vor den Stränden von New York sorgen neue Hai-Sichtungen für Unruhe. Nachdem Anfang Juli ein Mann am Rockaway Beach in den Fuß gebissen wurde, setzen die Behörden nun auf Drohnen und Warnungen für Badegäste.

Sommer, Sonne, Atlantik – an den Stränden von New York gehört das eigentlich zusammen. Doch in diesem Jahr ist das Badegefühl an Orten wie Rockaway Beach in Queens deutlich getrübt. Auslöser war ein Vorfall Anfang Juli: Ein Mann wurde von einem Hai in den Fuß gebissen. Lebensgefahr bestand nach dem Angriff zwar nicht, trotzdem hat der Fall viele Menschen aufgeschreckt.
Drohnen sollen Haie früh erkennen
Seitdem werden vor der Küste immer wieder Haie gesichtet. Die Behörden reagieren darauf mit zusätzlicher Überwachung aus der Luft. Die Polizei lässt regelmäßig Drohnen über dem Atlantik fliegen, um sowohl Haie als auch größere Fischschwärme zu entdecken. Denn genau solche Schwärme locken die Tiere bis nahe an die Strände.
Wird ein Hai entdeckt, müssen Badegäste sofort aus dem Wasser. Erst wenn der betroffene Küstenabschnitt wieder als frei gilt, dürfen sie zurück. Viele Besucher begrüßen diese Maßnahme, weil sie das Sicherheitsgefühl am Strand erhöht.
27 Haiarten leben vor der Millionenstadt
Überraschend sind die Sichtungen für Fachleute allerdings nicht. Laut dem Haiforscher Hans Walters vom New York Aquarium wurden in den Gewässern rund um die Stadt 27 verschiedene Haiarten nachgewiesen. Nur wenige davon kommen im Sommer überhaupt in Strandnähe – und Menschen stehen dabei nach Angaben des Forschers nicht auf dem Speiseplan.
- Haie folgen vor allem kleinen Fischschwärmen
- Menschen gelten laut Forschung nicht als Beute
- Besonders beobachtet wird der Bullenhai
Ganz ohne Vorsicht geht es trotzdem nicht. Vor allem der Bullenhai steht bei Experten im Fokus, weil er als gelegentlich aggressiv gegenüber Menschen gilt. Die Botschaft an Badegäste ist deshalb klar: Warnungen ernst nehmen, auf Lifeguards achten und bei Sichtungen sofort das Wasser verlassen. Trotz mulmigem Gefühl lassen sich viele New Yorker ihren Sommer am Meer aber offenbar nicht verderben.