Gewessler drängt auf Hitzegipfel
Die Grünen fordern in Österreich noch im August einen Hitzegipfel unter Kanzler Christian Stocker. Dabei soll mit Ländern, Gemeinden und Fachleuten ein Maßnahmenplan gegen extreme Hitze und Wasserknappheit entstehen.

Die Grünen machen beim Thema Sommerkrise Druck: Leonore Gewessler verlangt von Bundeskanzler Christian Stocker, noch im August einen Hitzegipfel einzuberufen. Aus Sicht der Oppositionspartei braucht es rasch ein gemeinsames Treffen mit Ländern, Gemeinden und Fachleuten, um auf extreme Hitze und drohende Wasserknappheit zu reagieren.
Forderung nach Plan gegen Hitze
Nach Vorstellung der Grünen sollen bei diesem Gipfel nicht nur politische Ebenen zusammenkommen. Auch Expertinnen und Experten aus Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz sollen eingebunden werden. Ziel sei ein konkreter Maßnahmenplan, der sowohl akute Belastungen durch Hitzewellen als auch Fragen der Trinkwasserversorgung behandelt.
- mehr Schutz für besonders gefährdete Menschen
- schnelle Schritte gegen Hitzebelastung in Städten und Gemeinden
- langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung
- eine Strategie für künftige Hitzewellen
Kritik an Kanzler und Minister
Gewessler kritisierte per Aussendung, dass es aus ihrer Sicht bisher keinen ausreichenden Plan der Bundesregierung gebe. Dabei nahm sie neben dem Kanzler auch den für Wasser zuständigen Minister Norbert Totschnig ins Visier. Die Grünen werfen beiden vor, nicht klar genug aufzuzeigen, wie Menschen geschützt und die Versorgung mit Trinkwasser abgesichert werden soll.
Für die Partei geht es dabei nicht nur um den kommenden Sommer. Gewessler fordert eine dauerhafte Strategie, damit Österreich bei der nächsten Hitzewelle nicht erneut unvorbereitet dasteht. Der verlangte Gipfel soll deshalb kurzfristige Sofortmaßnahmen und längerfristige Vorsorge miteinander verbinden.
Foto: Wikimedia Commons / diegruenen, CC0