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Politik10. August 2026, 11:01 Uhr · von Redaktion

Feuerdrama in Kanada eskaliert

Im Südwesten Kanadas sind Waldbrände weiter außer Kontrolle. In British Columbia mussten bereits mehr als 20.000 Menschen fliehen, allein aus Summerland rund 12.000.

Feuerdrama in Kanada eskaliert

Die Waldbrände im Südwesten Kanadas spitzen sich weiter zu. In der Provinz British Columbia ist die Lage so ernst, dass der Notstand ausgerufen wurde. Insgesamt mussten laut Bericht bereits mehr als 20.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Besonders betroffen ist der Ort Summerland am Okanagan-See, wo rund 12.000 Bewohner in Sicherheit gebracht wurden.

Für viele Evakuierte begann die Flucht mitten in der Nacht. So mussten auch Peter und Nash Clarke mit ihrem Baby am frühen Morgen ihr Zuhause verlassen, nachdem Rauch und Flammen immer näher kamen. Dutzende Menschen wurden in der Region sogar mit Hubschraubern gerettet. Ob ihre Häuser das Feuer überstehen, ist für viele derzeit völlig offen.

Trockenheit und Wind treiben die Flammen

Die Brände breiteten sich nach Angaben aus der Region auf fast 140 Quadratkilometer aus. Starker Wind und ausbleibender Regen haben die Situation zusätzlich verschärft. Ein Teil der Feuerfront erreichte inzwischen das Ufer des Okanagan-Sees, was die Ausbreitung dort zumindest verlangsamt hat.

  • Notstand in British Columbia
  • Fast 140 Quadratkilometer betroffen
  • Hohe Temperaturen und dichter Rauch erschweren die Löscharbeiten

Große Hilfe für die Evakuierten

Viele Betroffene flohen ins weiter nördlich gelegene Vernon, mehr als drei Autostunden von Summerland entfernt. Dort ist die Hilfsbereitschaft groß: Gestrandete wurden unter anderem mit Wasser und Geschenkkarten für Supermärkte versorgt. Nach Angaben von Helfern haben manche Menschen womöglich alles verloren, einige seien zudem nicht versichert.

Während die Feuer weiter wüten, kämpfen Einsatzkräfte ununterbrochen um den Schutz von Häusern am Rand von Summerland. Unterstützung kommt auch aus dem Ausland, darunter aus Mexiko, Australien und Neuseeland. Wann die Bewohner zurückkehren können, ist jedoch unklar. Nach Angaben des Bürgermeisters sind Stromleitungen ausgefallen, außerdem sei das Wasser verunreinigt.