FBI-Agenten klagen gegen Trump
Neun entlassene FBI-Mitarbeiter gehen in Washington gegen ihre Kündigung vor. Sie waren 2022 an den Mar-a-Lago-Ermittlungen beteiligt und sprechen nun von politischer Vergeltung durch US-Präsident Donald Trump.

Die juristischen Nachwehen der Affäre um geheime Unterlagen in Mar-a-Lago holen Donald Trump erneut ein. Diesmal stehen allerdings nicht die Dokumente selbst im Mittelpunkt, sondern die Folgen für jene, die einst gegen ihn ermittelten: Neun frühere FBI-Agenten und Analysten fordern vor einem Gericht in Washington ihre Rückkehr in den Dienst.
In der am Donnerstag eingereichten Klage werfen sie der Regierung vor, ihre Entlassung sei keine normale Personalentscheidung gewesen, sondern politische Vergeltung. Die Betroffenen waren im Februar vom heutigen FBI-Direktor Kash Patel gefeuert worden. Nach ihrer Darstellung gab es dafür keinen sachlichen Grund. Vielmehr sei ihr Rauswurf erfolgt, um Trumps persönlichen Wunsch nach Abrechnung zu bedienen.
Ermittler sehen sich als Opfer von Rache
Die neun Kläger waren 2022 an den Untersuchungen zur Dokumentenaffäre beteiligt. Damals ging es um geheime Unterlagen, die laut Staatsanwaltschaft in Trumps Anwesen in Florida ungesichert gelagert worden sein sollen. Unter den sichergestellten Papieren sollen sich auch Informationen über militärische Pläne und Atomwaffen befunden haben. Trump selbst hat jedes Fehlverhalten stets bestritten.
- 9 entlassene FBI-Mitarbeiter klagen
- Sie arbeiteten an den Ermittlungen von 2022 mit
- Die Klage wurde in Washington eingereicht
Bilder aus dem Bad gingen um die Welt
Bekannt wurde der Fall durch die FBI-Durchsuchung in Mar-a-Lago. Besonders Fotos von Aktenkartons, die unter anderem in einem Badezimmer lagerten, sorgten international für Schlagzeilen. US-Präsidenten müssen nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt offizielle Dokumente an das Nationalarchiv übergeben.
Strafrechtliche Folgen hatte die Affäre für Trump am Ende jedoch nicht. Das Verfahren wurde im Juli 2024 von der Bundesrichterin Aileen Cannon eingestellt. Auch ein weiteres Strafverfahren wegen mutmaßlicher Wahlmanipulation nach der Wahl 2020 wurde nach Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024 beendet. Parallel zu dem neuen Fall laufen laut Bericht zudem weitere Klagen entlassener FBI-Mitarbeiter gegen ihre Kündigungen.
Quelle: spiegel