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Politik4. August 2026, 15:02 Uhr · von Redaktion

Drohnen treffen Frachter im Meer

Im Schwarzen Meer ist ein türkisches Frachtschiff nahe Noworossijsk von Drohnen attackiert worden. Nach türkischen Angaben wurden mindestens drei Seeleute schwer verletzt, alle 23 Menschen an Bord kamen in Sicherheit.

Drohnen treffen Frachter im Meer

Ein türkisches Frachtschiff ist im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen worden. Nach Angaben der türkischen Generaldirektion für Seeverkehr wurden dabei mindestens drei Seeleute schwer verletzt. Das Schiff mit dem Namen „Nadeschda“ befand sich demnach auf dem Weg nach Samsun in der Türkei, als es rund 20 Seemeilen vor dem russischen Hafen Noworossijsk getroffen wurde.

Zur Herkunft der Drohnen machte die türkische Behörde keine Angaben. Türkische Medien berichteten jedoch unter Berufung auf den Kapitän, mehrere ukrainische Drohnen hätten den unter der Flagge Kameruns fahrenden Frachter attackiert. An Bord soll daraufhin ein Feuer ausgebrochen sein. Nach den vorliegenden Informationen wurden alle 23 Besatzungsmitglieder von der russischen Marine nach Noworossijsk gebracht.

Spannungen auf wichtiger Seeroute

Der Vorfall reiht sich in eine Serie neuer Attacken auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer ein. In den vergangenen Wochen haben Russland und die Ukraine ihre Angriffe in dem Gebiet deutlich ausgeweitet. Erst am Montag erklärte das russische Verteidigungsministerium, im ukrainischen Teil des Schwarzen Meeres drei Schiffe mit Militärgütern sowie ein Frachtschiff im Hafen von Mykolajiw getroffen zu haben.

  • Angriff auf ein türkisches Frachtschiff nahe Noworossijsk
  • Mindestens drei Schwerverletzte
  • Alle 23 Seeleute in Sicherheit gebracht

Sorge um Getreideexporte wächst

Die jüngsten Attacken erhöhen auch den Druck auf die Handelsrouten über das Schwarze Meer. Die wichtigste russische Getreidelobby warnte vor wenigen Tagen vor einem möglichen Stopp der Ausfuhren. Als Grund nannte der Verband ukrainische Drohnenangriffe auf russische Schiffe und Häfen.

Nach Einschätzung der Organisation könnten die Angriffe im schlimmsten Fall zu einer kompletten Blockade der Exportkorridore führen. Genannt wurde dabei ein mögliches Ausfallrisiko von 30 bis 35 Millionen Tonnen russischen Weizens. Das würde nicht nur die Preise treiben, sondern könnte laut Verband auch die Versorgungslage in Afrika und im Nahen Osten verschärfen.