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Politik30. Juli 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Ceuta schlägt Alarm

In der spanischen Exklave Ceuta sind in wenigen Tagen mehr als 1.500 Migranten und Migrantinnen über den Seeweg aus Marokko angekommen. Die Behörden sprechen von einem humanitären Notstand, die Aufnahmezentren sind überfüllt.

Ceuta schlägt Alarm

In der spanischen Exklave Ceuta spitzt sich die Lage weiter zu: In den vergangenen Tagen sind laut Gebietspräsident Juan Jesus Vivas mehr als 1.500 Menschen über das Meer aus Marokko angekommen. Unter ihnen seien Erwachsene und Minderjährige. Vivas sprach von einem totalen humanitären und sozialen Notstand.

Besonders angespannt ist die Situation bei der Unterbringung. Nach Angaben der Behörden sind die Aufnahmezentren in Ceuta inzwischen nicht mehr aufnahmefähig. Damit wächst der Druck auf die Verwaltung der spanischen Exklave, die an Marokko grenzt und seit Tagen mit zahlreichen Ankünften konfrontiert ist.

Madrid kündigt koordiniertes Vorgehen an

Das spanische Innenministerium erklärte, mehrere Ministerien würden abgestimmt zusammenarbeiten, um möglichst schnell und effizient auf die Lage zu reagieren. Für Freitag wird Innenminister Fernando Grande-Marlaska in Ceuta erwartet. Dort will er sich ein Bild von der Situation machen und mit Vertretern der Behörden sprechen.

  • Mehr als 1.500 Ankünfte in wenigen Tagen
  • Erwachsene und Minderjährige unter den Migranten
  • Aufnahmezentren laut Behörden ausgelastet

Zusammenarbeit mit Marokko

Nach Angaben aus Madrid arbeitet die marokkanische Regierung eng bei der Bewältigung der Lage mit. Demnach hätten marokkanische Sicherheitskräfte die Ankunft zahlreicher weiterer Menschen verhindert, die versucht hätten, Ceuta von marokkanischem Gebiet aus zu erreichen.

Ceuta ist вместе mit Melilla eine Besonderheit auf der Landkarte Europas: Beide spanischen Exklaven in Nordafrika bilden die einzige Landgrenze der EU mit Afrika. Gerade deshalb steht Ceuta bei Migrationsbewegungen immer wieder besonders im Fokus.

Foto: Wikimedia Commons / PP Madrid, CC BY 2.0