JETZT LIVE
Politik11. August 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Beben-Schock in Kolumbien

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien sind mindestens 111 Menschen tot, mehr als 2.000 werden vermisst. Präsident Abelardo de la Espriella hat den Notstand ausgerufen, während Rettungskräfte weiter nach Überlebenden suchen.

Beben-Schock in Kolumbien

Kolumbien ringt nach einem schweren Erdbeben mit den Folgen der Katastrophe. Nach offiziellen Angaben kamen bei dem Beben der Stärke 7,4 mindestens 111 Menschen ums Leben. Gleichzeitig gelten mehr als 2.000 Personen als vermisst. Präsident Abelardo de la Espriella rief den Notstand aus und kündigte an, alle verfügbaren Mittel für die Rettungsarbeiten einzusetzen.

Suche unter Trümmern läuft weiter

Besonders hart getroffen wurden die Städte Cali und Pereira, wo viele Vermisste registriert wurden. Wie viele Menschen verletzt wurden, ist weiter unklar. Während der Präsident zunächst von 87 Verletzten sprach, meldeten Regionalbehörden deutlich höhere Zahlen: Allein in Valle del Cauca sollen es mehr als 550 Verletzte sein, in Chocó weitere 119. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese Bilanz noch weiter steigt.

Das Epizentrum lag nach Angaben des Geologischen Dienstes nahe San José del Palmar im Westen des Landes. Das Beben ereignete sich am Montagmorgen um 7.34 Uhr Ortszeit in rund 103 Kilometern Tiefe. Danach wurden zahlreiche Nachbeben registriert, die die Lage zusätzlich erschweren.

Schwere Schäden an Infrastruktur

Die Zerstörungen sind massiv. Offiziellen Angaben zufolge wurden mehr als 1.500 Wohnhäuser schwer beschädigt, rund 60 Gebäude stürzten komplett ein. Betroffen sind auch Krankenhäuser, Schulen und wichtige Verkehrswege.

  • 18 Krankenhäuser beschädigt
  • 52 Schulen betroffen
  • 6 Flughäfen vorerst für den kommerziellen Flugverkehr geschlossen

In Manizales stürzte ein Turm der neugotischen Kathedrale auf das Kirchenschiff. In Cali berichten die Behörden von zahlreichen eingestürzten Häusern, unter denen weitere Menschen vermutet werden. Selbst in der Hauptstadt Bogotá mussten Gebäude geräumt werden, dort blieb es laut Stadtverwaltung aber vor allem bei Rissen an Häusern. Unterstützung aus dem Ausland ist bereits angelaufen: Die USA kündigten Hilfe für Kolumbien an.