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Politik17. August 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Beben-Drama auf Flores

Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Flores ist die Zahl der Toten auf mehr als 50 gestiegen. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden, während fast 1.000 Nachbeben die Lage erschweren.

Beben-Drama auf Flores

Nach dem schweren Erdbeben im Osten Indonesiens spitzt sich die Lage auf der Insel Flores weiter zu. 53 Menschen kamen nach bisherigen Angaben ums Leben, weitere 132 wurden verletzt. Einsatzkräfte suchen weiter nach Verschütteten, auch unter Trümmern und in Bereichen, die von Schlammlawinen getroffen wurden.

Der Erdstoß der Stärke 7,7 hatte am Samstag Hunderte Gebäude beschädigt. Nach Behördenangaben mussten rund 5.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Besonders schwierig: Experten registrierten fast 1.000 Nachbeben. Das macht die Rettungsarbeiten gefährlich und bremst vielerorts auch die medizinische Versorgung.

Hilfe erreicht das Katastrophengebiet

Die indonesischen Behörden haben umfangreiche Hilfsmaßnahmen gestartet. Mehr als 3.500 Soldaten und Polizisten wurden in die Region geschickt. Auch Teile der Hafenstadt Maumere, die zwischenzeitlich durch Erdrutsche abgeschnitten war, konnten inzwischen erreicht werden. Zusätzlich sind Hubschrauber, Flugzeuge und Schiffe auf dem Weg in das Katastrophengebiet.

  • 50.000 Hilfspakete wurden von der Regierung auf den Weg gebracht
  • Mindestens fünf Hubschrauber und mehrere Flugzeuge unterstützen den Einsatz
  • Patienten werden teils in Zelten behandelt, weil Kliniken beschädigt wurden

Viele Menschen flohen auf Anhöhen

Unmittelbar nach dem Beben hatten die Behörden zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben, diese später aber wieder aufgehoben. Trotzdem verließen zahlreiche Menschen aus Sorge ihre Häuser und suchten Schutz auf umliegenden Hügeln. Unterstützung kommt auch vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und Roten Halbmond, das einen Hilfseinsatz angekündigt hat.

Besonders dringend gebraucht werden laut Rettungskräften Zelte, Decken, Feldbetten, sauberes Trinkwasser, Generatoren sowie Lebensmittel und Medikamente. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone, in der Erdbeben und Vulkanausbrüche häufig vorkommen.

Quelle: Tagesschau