Apple lockert den App-Store
Apple reagiert auf den Druck der EU und ändert ab Oktober die Regeln im App-Store. Nutzer in der EU sollen Apps künftig freier herunterladen und bezahlen können, nachdem bereits eine Strafe von 500 Millionen Euro verhängt wurde.

Foto: Ank kumar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Apple stellt nach dem Druck aus Brüssel seinen App-Store in der EU um. Ab Oktober sollen Nutzerinnen und Nutzer mehr Möglichkeiten bekommen, Apps herunterzuladen und zu bezahlen. Das geht aus aktuellen Mitteilungen des Konzerns und der EU-Kommission hervor.
Im Kern sollen Entwickler künftig deutlich freier entscheiden können, wie sie ihre Anwendungen vertreiben. Apps, die mit Apple-Geräten kompatibel sind, sollen damit nicht mehr nur über den hauseigenen Store leichter erreichbar sein. Auch der Download über Internetseiten oder Online-Marktplätze von Drittanbietern soll vereinfacht werden.
Mehr Spielraum für Entwickler
Nach Ansicht der EU-Wettbewerbshüter hatte Apple alternative Vertriebswege bisher durch Gebühren unattraktiv gemacht. Genau das soll sich nun ändern. Für Entwickler bedeutet das mehr Flexibilität, für Kundinnen und Kunden in der EU vor allem mehr Auswahl beim Bezug und bei der Bezahlung von Apps.
- Änderungen gelten in der EU
- Start der neuen Regeln ist ab Oktober geplant
- Alternative Downloads über Websites und Drittanbieter-Marktplätze sollen leichter werden
- Auch bei Bezahlwegen soll es mehr Freiheit geben
EU will Umsetzung überwachen
Die EU-Kommission kündigte an, die praktische Umsetzung der neuen Bedingungen genau zu prüfen. Hintergrund ist eine Strafe von 500 Millionen Euro, die Apple im April 2025 wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act erhalten hatte. Das Gesetz soll dafür sorgen, dass große Digitalkonzerne den Wettbewerb nicht zu stark kontrollieren.
Apple gilt nach diesen Regeln als sogenannter Gatekeeper, also als besonders wichtiger Zugangspunkt für Verbraucherinnen und Verbraucher. Für Unternehmen dieser Größe gelten deshalb strengere Vorgaben. Die EU will damit verhindern, dass große Plattformen ihre starke Marktstellung dauerhaft absichern und Konkurrenz ausbremsen.
Quelle: ORF