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Politik5. August 2026, 15:02 Uhr · von Redaktion

839 Festnahmen im Amazonas

Bei einer internationalen Razzia im Amazonasgebiet sind 839 Menschen festgenommen worden. Polizei aus fünf Ländern beschlagnahmte unter anderem riesige Mengen illegal geschlagenes Holz, Mineralien und rettete mehr als 3000 Tiere.

839 Festnahmen im Amazonas

Großrazzia im Amazonas: Bei der internationalen Polizeioperation „Green Shield“ sind laut Behörden 839 Personen festgenommen worden. Mehr als 3600 Einsatzkräfte aus Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador und Peru waren zwischen dem 15. und 31. Juli im Einsatz. Den Verdächtigen werden unter anderem illegaler Bergbau, verbotener Holzeinschlag, Wildtierhandel und Landraub vorgeworfen.

Holz, Mineralien und Tiere sichergestellt

Insgesamt meldeten die beteiligten Behörden 1045 Einsätze. Dabei wurden mehr als 280.000 Kubikmeter illegal geschlagenes Holz beschlagnahmt – ein gewaltiges Volumen, das etwa 110 olympischen Schwimmbecken entspricht. Dazu kamen 195 Tonnen Mineralien sowie Ausrüstung aus dem Bergbau.

  • mehr als 280.000 Kubikmeter Holz
  • 195 Tonnen Mineralien und Bergbaugerät
  • über 3000 lebende Tiere gerettet
  • mindestens 430 tote Tiere geborgen

Auch der Wildtierhandel stand im Fokus der Aktion. Die Behörden retteten mehr als 3000 lebende Tiere und fanden mindestens 430 tote Tiere, darunter Schlangen, Vögel, Eidechsen und Fische. Der Wert der sichergestellten Güter liegt nach offiziellen Angaben bei mehr als 280 Millionen US-Dollar.

Kriminelle Netzwerke arbeiten grenzüberschreitend

Ermittler sehen hinter den Umweltverbrechen oft dieselben Netzwerke. Sie verbinden demnach Goldabbau, Abholzung und Wildtierhandel und nutzen Schmuggelrouten sowie Finanzstrukturen über Ländergrenzen hinweg. Genau deshalb setzen die Behörden zunehmend auf gemeinsame Einsätze. Vertreter aus Kolumbien und Peru betonten, dass sich solche Delikte nur international wirksam bekämpfen lassen.

Koordiniert wurde „Green Shield“ von Bogotá aus durch die International Initiative of Law Enforcement for Climate (I2LEC). Die Initiative wurde gemeinsam mit der UNO und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Leben gerufen. Schon 2025 hatte es eine ähnliche internationale Polizeiaktion gegeben.