Yakin warnt vor Kolumbien-Kracher
Die Schweiz trifft im WM-Achtelfinal in Vancouver auf Kolumbien. Trainer Murat Yakin erwartet das bislang schwerste Spiel, zudem sorgen mehrere angeschlagene Nati-Spieler für Personalsorgen.

Für die Schweiz wird es bei der WM jetzt richtig ernst: Im Achtelfinal von Vancouver wartet mit Kolumbien der bislang wohl stärkste Gegner des Turniers. Nationaltrainer Murat Yakin rechnet mit einer extrem harten Aufgabe und sieht seine Mannschaft vor einem ganz anderen Kaliber als in den ersten vier Spielen.
Vor allem die Personallage bereitet Sorgen. Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow mussten das Abschlusstraining vorzeitig beenden. Damit drohen Yakin kurzfristige Änderungen in seiner Startelf. Schon beim WM-Aus 2022 gegen Portugal hatte der Coach mit Ausfällen zu kämpfen – diesmal könnte erneut die Besetzung zum Thema werden.
Yakin fordert Härte und Leidenschaft
Der Schweizer Trainer erwartet ein körperbetontes Duell. Kolumbien bringe besonders in Abwehr und Mittelfeld viel Wucht mit, entsprechend müsse seine Mannschaft dagegenhalten. Aus Yakins Sicht werden diesmal nicht nur Technik und Taktik entscheidend sein, sondern auch Leidenschaft und Widerstandskraft. Wichtig sei zudem, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
- Schweiz trifft erstmals bei dieser WM auf einen Topgegner
- Mehrere Schweizer Spieler sind fraglich
- Kolumbien musste bereits über 10'000 Flugkilometer zurücklegen
Auch Kolumbien reist mit Problemen an
Ganz ohne Sorgen geht aber auch der Gegner nicht in die Partie. Trainer Nestor Lorenzo lobte die Schweizer als starkes und eingespieltes Team. Gleichzeitig muss Kolumbien auf Stürmer Jhon Cordoba verzichten, dessen Turnier wegen einer Adduktorenverletzung beendet ist. Dazu kommt ein enormer Reiseaufwand: Die Südamerikaner waren bisher quer durch mehrere WM-Spielorte und Zeitzonen unterwegs und haben schon in allen drei Gastgeberländern gespielt.
Auf den Rängen dürfte Kolumbien in Vancouver klar im Vorteil sein, doch Yakin sieht darin kein Problem. Seine Spieler seien nach dem Anpfiff ohnehin voll auf das Spiel fokussiert. Ein weiterer Schweizer Hoffnungspunkt: Standards. In der Qualifikation noch eine Waffe, blieben sie bei dieser WM bisher harmlos. Genau daran wurde in den letzten Trainingstagen noch einmal gearbeitet.
Foto: Wikimedia Commons / , CC BY-SA 3.0