Yakin setzt auf Resultate
Die Schweizer Nati braucht gegen Nordmazedonien Punkte statt Experimente. Während Jürgen Klopp bei Deutschland in vier Länderspielen 44 Spieler testete, setzt Murat Yakin im Kampf um den Wiederaufstieg gezielt auf Stabilität.

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Bei Deutschland läuft unter Jürgen Klopp gerade ein XXL-Testbetrieb, bei der Schweiz dagegen zählt vor allem eines: das Resultat. Vor dem Nations-League-Spiel gegen Nordmazedonien verfolgt Murat Yakin einen deutlich anderen Kurs als sein deutscher Kollege – und das aus gutem Grund.
Klopp nutzte die jüngsten vier Länderspiele als grosses Versuchslabor. 44 Spieler kamen zum Einsatz, 29 Akteure standen mindestens einmal in der Startelf. Nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre richtet der neue Bundestrainer den Blick klar nach vorn: Für ihn zählt vor allem, welche Mannschaft in zwei Jahren bei der EM konkurrenzfähig ist. Selbst Debatten um Personalien wie Joshua Kimmich nimmt er dafür in Kauf.
Yakin bleibt näher an seiner Stammelf
In der Schweiz ist die Lage anders. Yakin kündigte zwar für das Spiel in Luzern mehrere Wechsel an, sprach aber nur von drei bis vier Anpassungen. Insgesamt verteilten sich die Startelf-Einsätze der Nati in den Partien gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien auf lediglich 12 Spieler. Viel Raum für wilde Experimente gibt es derzeit nicht.
- Deutschland testet breit für die Zukunft
- Die Schweiz fokussiert sich auf den sofortigen Erfolg
- Der Wiederaufstieg in die Liga A ist sportlich und finanziell wichtig
Warum für die Nati jetzt Punkte zählen
Der Grund liegt auch in der Ausgangslage der Nations League. Nach dem Abstieg im Herbst 2024 spielt die Schweiz nur noch in Liga B und kämpft dort mit Nordmazedonien, Schottland und Slowenien um die Rückkehr nach oben. Für Yakin ist das zwar eine Chance, junge Spieler behutsamer heranzuführen. Gleichzeitig darf er aber nicht zu viel riskieren, zumal mit Granit Xhaka und Breel Embolo bereits zwei feste Grössen fehlen.
Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: In Liga B gibt es eine Antrittsprämie von 1,5 Millionen Euro, in Liga A wären es 2,25 Millionen Euro. Nur der Gruppensieger kassiert zusätzlich noch einmal 1,5 Millionen Euro. Für die Schweiz ist der Wiederaufstieg also weit mehr als nur eine Prestigefrage – und genau deshalb macht Yakin derzeit fast alles anders als Klopp.
Quelle: tagblatt