WM-Finale sprengt die Pause
Beim WM-Finale in East Rutherford plant die FIFA eine riesige Halbzeitshow mit Stars wie Shakira, Madonna und Justin Bieber. Das könnte die eigentlich auf 15 Minuten begrenzte Pause auf bis zu 30 Minuten verlängern.

Das WM-Finale in East Rutherford könnte nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch für Aufsehen sorgen. Grund ist die von der FIFA geplante Halbzeitshow, die sich deutlich an großen US-Sportevents orientiert. Das Problem: Laut Regelwerk des IFAB darf die Pause zwischen den beiden Hälften eigentlich maximal 15 Minuten dauern.
Nach mehreren Medienberichten dürfte diese Marke im Endspiel kaum zu halten sein. Im Gespräch sind Pausen von 20 bis 30 Minuten. Die BBC berichtet zudem über ein Modell, bei dem die rund elfminütige Show zusätzlich an die reguläre Halbzeit angehängt werden könnte. Eine offizielle Bestätigung der FIFA dazu gibt es bislang nicht. Laut Reglement kann eine Verlängerung der Pause nur mit Zustimmung des Schiedsrichters erfolgen.
Staraufgebot für die Halbzeit
Für die Show ist ein internationales Line-up angekündigt, das in dieser Dichte kaum in ein gewöhnliches Pausenfenster passt. Mit dabei sein sollen:
- Shakira und Madonna
- Justin Bieber
- die südkoreanische Band BTS
- Burna Boy mit Gustavo Dudamel, Coldplay und einem New Yorker Schulchor
Inszeniert wird das Spektakel von Chris Martin, dem Frontmann von Coldplay. Die FIFA verbindet das Event nach eigenen Angaben auch mit einem Spendenziel: Über den „Global Citizen Education Fund“ sollen 100 Millionen US-Dollar für Bildung und Fußballangebote für Kinder weltweit gesammelt werden.
Kritik wegen Rhythmus und Gesundheit
Vor dem Anpfiff ist zusätzlich eine prominent besetzte Schlussfeier geplant. Im MetLife Stadium sollen unter anderem Laura Pausini, Nicole Scherzinger, Robbie Williams und IShowSpeed auftreten. Jennifer Hudson singt laut FIFA die US-Hymne, außerdem ist ein Gastauftritt von Tom Cruise vorgesehen.
Kritik gibt es dennoch. Eine längere Unterbrechung könnte Spieler aus dem Rhythmus bringen und körperlich belasten, weil sie stärker auskühlen. Genau mit diesem Argument hatte das IFAB schon 2021 einen Vorschlag aus Südamerika abgelehnt, die Halbzeit generell auf 25 Minuten auszuweiten. Dass solche Bedenken große Shows nicht unbedingt stoppen, zeigte allerdings bereits die Copa America: Dort trat Shakira trotz ähnlicher Diskussionen in einer 25-minütigen Finalpause auf.
Foto: Wikimedia Commons / Movimiento ALAS, CC BY 2.0