VW ruft über 70.000 E-Autos zurück
Volkswagen muss weltweit fast 72.700 Elektrofahrzeuge wegen fehlerhafter Batterien in die Werkstätten bringen. In Deutschland sind rund 10.000 Autos betroffen, darunter ID.3, ID.4 und ID.7. Bis zur Reparatur dürfen Besitzer ihre Fahrzeuge nur bis 80 Prozent aufladen.
Erneut Qualitätsprobleme bei Volkswagen
Der Autohersteller Volkswagen steht erneut unter Druck: Nach einem massiven Rückruf wegen Lenkungsmängeln im September folgt nun die nächste Hiobsbotschaft. Diesmal geht es um fehlerhafte Batterien in knapp 72.700 Elektrofahrzeugen weltweit. Besonders betroffen ist der deutsche Markt mit rund 10.000 betroffenen Exemplaren.
Die fehlerhaften Batteriezellen stammen laut Volkswagen von Zulieferern und entsprechen nicht den Qualitätsstandards des Konzerns. In seltenen Fällen könnte dies zu Überhitzung und im schlimmsten Fall sogar zu einem Brand führen. Bislang seien aber keine Personen- oder Sachschäden bekannt geworden.
Diese Modelle sind betroffen
- VW ID.3 (Baujahre 2022–2025)
- VW ID.4 (Baujahre 2022–2025)
- VW ID.7 (Baujahre 2022–2025)
- VW ID.Buzz (Baujahre 2022–2025)
- Cupra Born (Baujahre 2022–2024)
Die betroffenen Fahrzeughalter werden per Post informiert. Bis zur Reparatur in einer Werkstatt gelten strikte Vorsichtsmaßnahmen: Das Aufladen ist auf maximal 80 Prozent begrenzt, und Besitzer müssen Warnaufkleber anbringen. Wo technisch möglich, übernimmt das Fahrzeugsystem diese Drosselung automatisch.
Die gute Nachricht für Besitzer: Es könnte sein, dass kein kompletter Batteriewechsel nötig ist. Möglicherweise reicht ein Softwareupdate aus, um das Problem zu beheben. Die endgültige Freigabe erfolgt erst nach einer Überprüfung der Batterie in der Werkstatt.
Dieser Rückruf ist bereits der zweite Batterie-Rückruf in diesem Jahr für Volkswagen und die Schwestermarke Cupra. Im März mussten bereits über 90.000 Fahrzeuge wegen ähnlicher Probleme in die Werkstätten. Zusammen mit dem massiven Lenkungs-Rückruf von über fünf Millionen Autos im September wird deutlich: Bei Volkswagen häufen sich die Qualitätsprobleme.
Quelle: Tagesschau