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Politik28. Juli 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Urlaub in Flammen

Waldbrände treffen derzeit vor allem Frankreich, Spanien und Portugal. Besonders im Südwesten Frankreichs ist der Tourismus massiv eingeschränkt, in der Gironde wurden bereits rund 220.000 Menschen evakuiert.

Urlaub in Flammen

In mehreren Urlaubsregionen Europas spitzt sich die Lage wegen der Waldbrände weiter zu. Besonders betroffen sind aktuell Portugal, Spanien und Frankreich. Zwar gab es zuletzt leichte Fortschritte beim Löschen, doch die angekündigte nächste Hitzewelle sorgt bereits für neue Sorgen: Die Feuer könnten sich wieder schneller ausbreiten.

Frankreich besonders hart getroffen

Vor allem im Südwesten Frankreichs geraten inzwischen auch beliebte Feriengebiete unter Druck. Rund um Bordeaux warnte die Regierung Urlauber davor, vorerst in die Gironde zu reisen. Die Regionalregierung stoppte zudem Ferien- und Pfadfinderlager sowie behindertengerechte Aufenthalte. Auch Sport- und Kulturveranstaltungen wurden im gesamten Departement vorläufig ausgesetzt.

Die Folgen für die Region sind deutlich: Der Tourismus kommt dort laut regionaler Wirtschaft bereits weitgehend zum Stillstand. Hinzu kommt das Ausmaß der Evakuierungen: etwa 220.000 Menschen mussten bislang ihre Orte verlassen.

Was Reisende jetzt wissen sollten

Wer eine Reise gebucht hat, kann nicht allein wegen der Angst vor möglichen Bränden kostenlos stornieren. Entscheidend ist vielmehr, wie die Lage am Urlaubsort zum Reisezeitpunkt aussieht. Wichtig sind dabei unter anderem die Nähe des Brandes zur Unterkunft sowie mögliche Beeinträchtigungen durch Rauch und Asche.

  • Bei Pauschalreisen sind Urlauber im Fall von Naturkatastrophen in der Regel am besten abgesichert.
  • Liegt eine erhebliche Beeinträchtigung vor, kann eine kostenlose Stornierung möglich sein.
  • Eine offizielle Reisewarnung ist dafür nicht zwingend erforderlich, wenn andere klare Hinweise vorliegen, etwa Berichte in den Medien.
  • Sagt der Reiseveranstalter selbst ab, muss der Reisepreis innerhalb von 14 Tagen zurückerstattet werden.

Anders sieht es bei Individualreisen aus: Dort hängt alles von den Bedingungen des jeweiligen Anbieters ab. Eine Reiserücktrittsversicherung hilft in solchen Fällen meist nicht weiter, denn Naturkatastrophen wie Waldbrände sind in den meisten Policen nicht eingeschlossen. Wer bereits vor Ort ist, sollte sich nach Angaben der Behörden eng an die Anweisungen von Katastrophenschutz und lokalen Stellen halten.