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Sport23. Juli 2026, 17:01 Uhr · von Redaktion

U18 greift nach WM-Gold

In Reiden startet die U18-WM der Männer im Faustball. Mit Iven Weber und Jan Isenschmid stehen zwei Spieler des STV Oberentfelden im Schweizer Kader – und der Titel ist das klare Ziel.

U18 greift nach WM-Gold

In Reiden beginnt heute die U18-Weltmeisterschaft der Männer im Faustball, parallel dazu läuft die Europameisterschaft der Frauen. Aus Sicht des STV Oberentfelden ist das Turnier besonders spannend: Mit Iven Weber und Jan Isenschmid stehen gleich zwei eigene Spieler im Aufgebot der Schweizer U18-Nationalmannschaft.

Die beiden Nachwuchsspieler sind erst seit dem vergangenen Jahr Teil des Nationalteams, bringen aber bereits ganz unterschiedliche Wege in den Sport mit. Weber, 17 Jahre alt und in der Lehre als Gartenbauer, kam schon mit fünf Jahren zum Faustball. Isenschmid, 16 und Kantonsschüler, entdeckte die Sportart deutlich später über seinen Vater und ein Plauschturnier im Jahr 2023. Heute ist Weber im Nationalteam im Angriff im Einsatz, Isenschmid übernimmt Aufgaben im Aufbau und in der Abwehr.

Viel Training, wenig freie Zeit

Der Weg an eine WM ist mit viel Aufwand verbunden. Im Verein stehen zweimal pro Woche Balltrainings an, dazu kommen individuelle Einheiten für Fitness und Kraft sowie die Spiele am Wochenende. Mit der Nationalmannschaft absolvieren die Talente zusätzlich Trainingslager und mehrtägige Zusammenzüge. Freizeit bleibt da kaum noch übrig.

  • Vereinstraining: zweimal pro Woche mit Ball
  • Zusätzlich: individuelles Kraft- und Fitnesstraining
  • Nationalteam: Lager und Zusammenzüge über mehrere Tage

Wer im Faustball bestehen will, braucht laut den beiden mehr als nur Technik. Weber nennt vor allem Schnellkraft, Ausdauer und Spielverständnis als entscheidend. Isenschmid betont die Bedeutung der Kommunikation auf dem Feld und einer starken Reaktionsfähigkeit in der Defensive. Im Angriff wiederum sind ein stabiler Rumpf, bewegliche Schultern und Sprungkraft gefragt.

So läuft ein Spiel ab

International wird Faustball auf dem Feld gespielt: Fünf Spieler pro Team stehen auf einem 50 mal 20 Meter grossen Platz, getrennt durch eine Leine in zwei Metern Höhe. Gespielt wird auf drei Gewinnsätze, ein Satz geht bis elf Punkte. Der Ball ist ähnlich gross wie ein Volleyball, aber etwas schwerer. Er darf pro Spielzug auf jeder Seite höchstens dreimal berührt werden und nur einmal den Boden berühren. Für die Schweizer U18 ist vor dem Heimpublikum klar: Verstecken muss sich das Team nicht – der Blick geht Richtung Weltmeistertitel.