Gauff wehrt sich gegen Hass
Nach einer umstrittenen Szene beim WTA-Turnier in Peking ist Coco Gauff in sozialen Medien rassistisch beleidigt worden. Die US-Amerikanerin reagierte deutlich und wies die Vorwürfe nach ihrem Sieg gegen Sun Xinran zurück.

Foto: Wikimedia Commons / Amaury Laporte, CC BY 2.0
Beim WTA-Turnier in Peking ist Coco Gauff nach ihrem Drittrundenmatch Ziel rassistischer Anfeindungen geworden. Die US-Amerikanerin meldete sich daraufhin selbst zu Wort und machte klar, dass Kritik an der strittigen Szene für sie nicht das Problem sei – wohl aber die vielen rassistischen Kommentare und Direktnachrichten, die sie danach erhalten habe.
Auslöser war eine viel diskutierte Szene im Match gegen die erst 16 Jahre alte Chinesin Sun Xinran. Beim Stand von 4:5 und 15:15 im ersten Satz ging Gauff ans Netz und signalisierte nach einem schwachen Volley der Schiedsrichterin, dass sie sich durch wechselnde LED-Anzeigen an den Seiten des Platzes gestört fühlte.
Videobeweis kippt den Punkt
Die Schiedsrichterin prüfte die Szene per Video und gab Gauff recht. Der Punkt wurde wiederholt. Anschließend brachte die US-Amerikanerin ihr Service durch, holte sich den ersten Satz und gewann die Partie schließlich mit 7:5, 6:1.
- Umstrittene Szene bei 4:5 und 15:15 im ersten Satz
- Videobeweis bestätigt Gauffs Einwand
- Am Ende gewinnt sie in zwei Sätzen
Sun kämpft mit den Tränen
Während im Internet heftig über die Entscheidung debattiert wurde, war die Situation auf dem Platz auch emotional spürbar. Bei einem Seitenwechsel war zu sehen, wie Sun sichtlich mit den Tränen rang. Gauff reagierte später auf die Welle in den sozialen Medien deutlich und wies die Vorwürfe gegen sich zurück. Sie sei weder eine Betrügerin noch eine Diebin, stellte sie klar.
Der sportliche Erfolg geriet damit fast in den Hintergrund. Statt nur über den Sieg zu sprechen, drehte sich ein großer Teil der Aufmerksamkeit um die Schiedsrichter-Entscheidung – und um die entgleisten Reaktionen, gegen die sich Gauff nun öffentlich wehrt.
Quelle: SRF