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Musik & Film11. August 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Tupac-Mord vor Gericht

In Las Vegas hat der Prozess zum Mord an Tupac Shakur begonnen. Angeklagt ist Duane „Keffe D“ Davis, der laut Staatsanwaltschaft die Tat von 1996 mitorganisiert haben soll.

Tupac-Mord vor Gericht

Fast 30 Jahre nach dem Mord an Tupac Shakur kommt Bewegung in einen der bekanntesten Kriminalfälle der Hip-Hop-Geschichte. In Las Vegas hat nun der Prozess begonnen, der klären soll, was am 7. September 1996 wirklich geschah. Damals wurde der Rap-Star als Beifahrer in einem Auto an einer roten Ampel aus einem anderen Wagen heraus beschossen und von vier Kugeln getroffen. Wenige Tage später starb er an den Verletzungen.

Angeklagt ist Duane „Keffe D“ Davis. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Mord mitorganisiert zu haben. Eine wichtige Grundlage ist ein Buch aus dem Jahr 2019, in dem Davis laut Quelle Details zur Tat schildert. Der Beschuldigte weist die Vorwürfe jedoch zurück. Bis heute war in dem Fall niemand verurteilt worden.

Mehr als ein ungelöster Kriminalfall

Dass der Prozess weltweit Aufmerksamkeit bekommt, hat vor allem mit Tupacs Bedeutung zu tun. Für viele gilt er bis heute als eine der prägendsten Figuren des Rap. SRF-Hip-Hop-Experte Pablo Vögtli beschreibt ihn als charismatische Ausnahmeerscheinung mit einem Stil, der die Musikkultur nachhaltig geprägt habe. Vor allem sein markanter Stimmeinsatz und seine sozialkritischen Texte hätten ihn von anderen Künstlern seiner Zeit abgehoben.

  • Tatdatum: 7. September 1996
  • Ort des Prozesses: Las Vegas
  • Anklage: Mitorganisation des Mordes

Der Mythos Tupac lebt weiter

Tupacs Einfluss reicht laut SRF bis in die Gegenwart. Seine Musik inspiriert bis heute Rapper, auch weit über die USA hinaus. Zugleich war er eine Schlüsselfigur des West Coast Rap und stand im Zentrum der öffentlich ausgetragenen Rivalität zwischen West- und East-Coast-Hip-Hop. Diese Fehde wurde zunächst musikalisch über Disstracks geführt, eskalierte später aber bis hin zu Waffengewalt.

Der nun gestartete Prozess könnte deshalb nicht nur juristisch wichtig werden. Er berührt auch einen Mythos, der die Hip-Hop-Kultur seit Jahrzehnten begleitet: den gewaltsamen Tod einer Legende, dessen Hintergründe bis heute viele Fragen offenlassen.