110-Milliarden-Deal ist fix
Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery offiziell abgeschlossen. Der neue Konzern heißt Skydance und bündelt Marken wie HBO Max, CNN, Paramount+ und CBS unter einem Dach.

Foto: Original: Warner Bros. Discovery Vector: LucasJance2006 and Lee6597 / Wikimedia Commons, Public domain
Die milliardenschwere Fusion ist jetzt offiziell: Paramount hat Warner Bros. Discovery für rund 110 Milliarden Dollar übernommen. Der neue Medienkonzern firmiert unter dem Namen Skydance und vereint damit einige der bekanntesten Film-, TV- und Streamingmarken Hollywoods in einem Unternehmen.
Mit dem Zusammenschluss landen künftig Angebote wie HBO Max, CNN und die "Harry Potter"-Reihe im selben Konzern wie Paramount+, CBS sowie Filmklassiker und Blockbuster aus dem Paramount-Katalog. In der Branche zählt der Schritt zu den größten Zusammenschlüssen überhaupt — auch, weil hier zwei traditionsreiche Hollywood-Studios zusammengeführt werden.
Langes Ringen um Warner
Dem Abschluss war ein monatelanger Bieterkampf vorausgegangen. Zunächst hatte Warner im vergangenen Dezember ein Geschäft mit Netflix über den Verkauf bestimmter Unternehmensteile vereinbart. Danach legte Paramount, das von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison kontrolliert wird, ein Gegenangebot für den gesamten Konzern vor. Am Ende erhöhte Paramount sein Angebot, während sich Netflix aus dem Rennen zurückzog.
Die letzte rechtliche Hürde fiel erst vor wenigen Tagen: Eine Richterin in Kalifornien billigte einen Vergleich mit zwölf Bundesstaaten, die vor einer Schwächung des Wettbewerbs gewarnt hatten.
Filme versprochen, Jobs in Sorge
An der Spitze von Skydance stehen künftig David Ellison und Co-CEO Ynon Kreiz. Auf sie wartet eine komplizierte Integration, denn der neue Konzern muss zugleich Schulden in zweistelliger Milliardenhöhe schultern. Paramount hat im Zuge der Fusion aber auch konkrete Zusagen gemacht:
- in den ersten zwei Jahren mindestens 30 Kinofilme pro Jahr
- in den drei Jahren danach 32 Filme jährlich
- 30 Millionen Dollar Ausgleichszahlung pro fehlendem Film
- zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar für Produktionen in den USA binnen fünf Jahren
Trotz dieser Versprechen bleibt die Stimmung angespannt. In Hollywood gibt es Sorgen vor Stellenabbau. Zudem wächst in den USA die Kritik an der zunehmenden Medienmacht rund um die Ellison-Familie. Auch mögliche politische Einflussnahme und die Zukunft von CNN werden weiter aufmerksam beobachtet.
Quelle: Tagesschau