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Musik & Film6. Oktober 2026, 19:01 Uhr · von Redaktion

Tschechien sagt ESC 2027 ab

Tschechien wird 2027 nicht am Eurovision Song Contest teilnehmen. Der öffentlich-rechtliche Sender Ceska Televize begründet den Schritt mit der geplanten Umstellung seiner Finanzierung, spricht aber von einer Pause auf Zeit.

Tschechien sagt ESC 2027 ab

Foto: Wikimedia Commons / David Sedlecký, CC BY-SA 4.0

Tschechien setzt beim Eurovision Song Contest 2027 aus. Der öffentlich-rechtliche Sender Ceska Televize hat angekündigt, im kommenden Jahr keinen Act zum Wettbewerb zu schicken. Als Grund nennt der Sender die geplante Neuordnung seiner Finanzierung.

Rückzug nur vorübergehend

Mit der Entscheidung wird die tschechische Flagge 2027 nicht auf der ESC-Bühne zu sehen sein. Gleichzeitig machte der Sender klar, dass es sich nicht um einen endgültigen Abschied handeln soll. Eine Rückkehr in den folgenden Jahren ist demnach weiter geplant. In einem Statement dankte Ceska Televize außerdem den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Land sowie den Fans für ihre Unterstützung.

Hintergrund ist ein politischer Umbau des öffentlich-rechtlichen Systems in Tschechien. Die Regierung von Andrej Babis will die Rundfunkgebühren abschaffen und die Finanzierung direkt über den Staat regeln. Für Ceska Televize und den öffentlich-rechtlichen Radiosender bedeutet das laut Bericht geringere Mittel.

Weitere Probleme für den Wettbewerb

Für die Europäische Rundfunkunion ist die tschechische Absage der nächste Dämpfer. Die EBU organisiert den ESC als größte live im Fernsehen übertragene Musikshow der Welt. Der Rückzug aus Tschechien kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb ohnehin mit weiteren Ausfällen konfrontiert ist.

  • Tschechien nimmt 2027 wegen der Finanzierungsreform nicht teil
  • Der Schritt soll nur vorübergehend sein
  • Auch Irland und Spanien wollen den Song Contest 2026 boykottieren

Irland und Spanien hatten bereits angekündigt, den Song Contest 2026 wegen der Teilnahme Israels boykottieren zu wollen. Der irische Sender RTE verwies dabei auf den anhaltenden Verlust von Menschenleben im Gazastreifen durch das Vorgehen der israelischen Armee. Damit wächst der Druck auf den Wettbewerb schon lange vor den nächsten Ausgaben deutlich an.

Quelle: ORF