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Sport16. Juli 2026, 11:01 Uhr · von Redaktion

Tuchel nach England-Pleite im Feuer

Englands WM-Traum ist nach dem 1:2 gegen Argentinien im Halbfinal geplatzt. Vor allem Trainer Thomas Tuchel gerät auf der Insel massiv unter Druck, weil seine Wechsel nach der 1:0-Führung heftig kritisiert werden.

Tuchel nach England-Pleite im Feuer

Thomas Tuchel steht nach Englands bitterem 1:2 gegen Argentinien im WM-Halbfinal sofort im Zentrum der Kritik. Die "Three Lions" lagen in Führung und waren nur noch wenige Minuten vom ersten WM-Finaleinzug seit 60 Jahren entfernt, brachen am Ende aber doch wieder ein. Auf der Insel folgte die mediale Wucht direkt nach Abpfiff.

Kritik an den Wechseln

Vor allem Tuchels Entscheidungen in der Schlussphase sorgen für Ärger. Mehrere britische Medien machten den Nationaltrainer für den Einbruch mitverantwortlich. In Kommentaren war von zu vorsichtigen, ja sogar "feigen" Wechseln die Rede. Besonders scharf wurde bewertet, dass England nach dem Führungstreffer nicht auf die Entscheidung drängte, sondern den Vorsprung offenbar nur noch verwalten wollte.

  • Anthony Gordon ging runter, dafür kam Verteidiger Ezri Konsa
  • Nico O'Reilly ersetzte Declan Rice
  • Dan Burn kam für Reece James

Die englische Presse reagierte entsprechend deutlich. Boulevardblätter und große Tageszeitungen werteten die Schlussphase als weiteren Beleg dafür, dass England in den ganz großen Momenten wieder scheiterte. Der Tenor: Die Diskussion über Tuchels Eingriffe dürfte das Team noch lange begleiten.

Kane bleibt ratlos

Auch bei den Spielern saß der Schock tief. Harry Kane rang nach dem Abpfiff sichtbar mit sich selbst und entschuldigte sich bei Mannschaft und Fans. Der Bayern-Stürmer betonte, England habe alles investiert, am Ende aber nicht genug gehabt, um die Führung ins Ziel zu bringen.

Viel Zeit zum Verarbeiten bleibt nicht. Schon am Samstag wartet für England das Spiel um Platz 3 gegen Frankreich, das ebenfalls enttäuscht in die Trostrunde muss. Doch nach diesem nächsten verpassten WM-Traum dürfte es schwer werden, noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren.

Foto: Wikimedia Commons / Bryan Berlin, CC BY-SA 4.0