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Sport20. Juli 2026, 17:08 Uhr · von Redaktion

Trump drängt sich ins WM-Bild

Beim WM-Finale in den USA sorgten nicht nur Spaniens 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien für Schlagzeilen. Donald Trump, eine Rot-Attacke von Leandro Paredes und Madonna in der Halbzeitshow bestimmten das Geschehen abseits des Rasens.

Trump drängt sich ins WM-Bild

Spanien ist Fußball-Weltmeister: La Roja setzte sich im Finale mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien durch, Ferran Torres traf in der 106. Minute zum Titel. Doch rund um das Endspiel wurde fast genauso viel über die Szenen neben dem Platz gesprochen wie über den sportlichen Ausgang.

Trump wieder im Mittelpunkt

Für die größten Reaktionen sorgte einmal mehr Donald Trump. Der US-Präsident betrat gemeinsam mit Fifa-Chef Gianni Infantino zur Pokalübergabe den Rasen und wurde dabei mit Pfiffen empfangen. Anschließend wollte Trump die Bühne offenbar nicht sofort räumen und blieb sogar am Rand des Siegerfotos stehen. Auch ein Kommentar im ZDF machte die Runde: Dort wurde Infantino in Zusammenhang mit dem US-Präsidenten ungewöhnlich scharf eingeordnet.

Schon vor dem Anpfiff hatte Trump für Aufmerksamkeit gesorgt. Er war bei dieser Weltmeisterschaft erstmals im Stadion und traf auf der Tribüne Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sanchez. Zwischen beiden gibt es seit Wochen Streit wegen der Haltung Spaniens zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Dennoch kam es vor dem Spiel zu einem überraschend freundlichen Handschlag.

Aussetzer, Tattoo-Wette und Pop-Show

Auf dem Rasen fiel vor allem Leandro Paredes negativ auf. Nach dem Schlusspfiff ging der Argentinier gleich zwei spanische Spieler an: Erst packte er Eric Garcia am Hals, dann geriet auch Gavi ins Visier. Der Schiedsrichter zeigte folgerichtig Rot. Paredes war bereits im Verlauf des Turniers wegen seiner harten Spielweise aufgefallen.

  • Marc Cucurella kündigte an, sein Versprechen einzulösen und sich nach dem WM-Triumph das Gesicht von Trainer Luis de la Fuente tätowieren zu lassen.
  • Erstmals gab es bei einem WM-Finale eine Halbzeitshow, die Pause dauerte 27 statt 15 Minuten.
  • Für den Musikteil wurde Madonna von den Brasilien-Legenden Ronaldo und Ronaldinho durch die Katakomben ins Stadion gefahren, während sie ihren Hit „Music“ sang.

Gerade diese Show irritierte viele Fans. Auch im SRF-Studio wurde das Bild der beiden brasilianischen Ikonen mit Ironie kommentiert. So blieb am Ende ein WM-Finale, das nicht nur wegen des zweiten spanischen Titels in Erinnerung bleiben dürfte, sondern auch wegen reichlich Wirbel abseits des eigentlichen Spiels.